Im Kraichgau

Die erste Wanderung dieses Jahres führte mich ins schöne Kraichgau, meine neue Heimat. Zwar wohne ich noch nicht dort, aber die Umzugsvorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Ich freue mich schon tierisch auf mein neues Leben im Dorf. Die gestrige Wanderung durch das Kraichtaler Hügelland hat mich in dem Gedanken bestätigt, dass ich mich dort so richtig wohlfühlen werde.

Bilder von der Tour:

Kraichgau

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Kraichgau

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Projekt Kochen, der weitere Verlauf

Auch wenn ich nicht mehr darüber schreibe, koche ich nach wie vor täglich etwas anderes und habe einen riesigen Spaß dabei. Die Motivation darüber zu bloggen hält sich aber in Grenzen, was großteils daran liegt, dass ich keine Foodbloggerin bin und auch gar keine werden möchte.

Dennoch kann ich jedem ein solches Projekt ans Herz legen, ob mit oder ohne Blog. Man lernt so viele Gerichte kennen, von denen man gar nicht ahnte, dass es sie in dieser Form gibt, und kriegt immer Lust auf mehr. Bis jetzt habe ich noch kein einziges Mal das Bedürfnis verspürt, ein Gericht zweimal zu kochen, auch wenn die meisten sehr lecker waren. Der Entdeckungstrieb hält mich davon ab. Bis jetzt habe ich auch nur einmal Abends aus reiner Faulheit zum unkreativen Wurstbrot gegriffen, mit der Entschuldigung, dass die Wurst ja eh weg musste. Ansonsten gab es immer ein frisch zubereitetes Gericht.

Was ich alles gekocht habe in den letzten Wochen? Linsensuppe mit roten Linsen und Kokosmilch, Pasta mit Champignonsoße, Rostige Ritter mit Vanillesoße und Himbeeren, Kartoffelpuffer mit Rohkostsalat, Apfel-Walnuss-Risotto, asiatisch angehauchte Hühnersuppe mit viel Ingwer und Chili, Pasta mit Tomaten-Fenchel-Sugo, Pasta mit Kastanien und Mangold, Kartoffelstampf und Butterkarotten, Hamburger National (eine Steckrübensuppe, die mir leider nicht so gut schmeckte), Butter-Salbei-Spaghetti, Gebrannte Grießsuppe, Kartoffelauflauf mit Rosenkohl und Schinken, Süßkartoffelsuppe mit Kokosmilch, Ingwer und Chili und und und.

Heute gibt es endlich mal Grünkohl, den man in Karlsruhe nur selten zu kaufen kriegt und auf den ich mich gestern freudig stürzte. Dazu gibt es Pfefferbirnen und karamellisierte Kartoffeln nach einem Rezept aus “Deutschland Vegetarisch”.

Rezepte werde ich künftig vielleicht auch noch dann und wann posten, aber nicht mehr so Hals über Kopf wie bisher, sondern nur wirklich intensiv ausgetestete Eigenkreationen, wie sie im Rahmen meines aktuellen Projekts gar nicht möglich sind, weil ich dazu dasselbe Gericht mehrmals kochen müsste.

Ein Rezept aus der Projektzeit gibt es aber trotzdem noch, weil ich vor Wochen versprochen hatte, es zu posten:

Asiatisch angehauchte Hühnersuppe

Bei einer hartnäckigen Erkältung hilft irgendwann nur noch der Klassiker: Frische Hühnersuppe. Da Chili und Ingwer ebenfalls eine heilsame Wirkung nachgesagt wird und wir gerne scharf essen, bot sich die asiatische Variante an.

Mein Rezept:
1 Suppenhuhn
1 Zwiebeln
1 Bund Suppengrün
1 Stück Ingwer, ca. 3-4 cm
1 scharfe Chilischote
3 Karotten
3 Frühlingszwiebeln
Sojasoße
2 EL Zitronensaft
Nudeln

Ich habe kein frisches Suppenhuhn bekommen und wollte kein gefrorenes Exemplar nehmen, da wir nicht viel Zeit zum Kochen hatten. Deshalb habe ich 2 Hähnchenschlegel und 6 Flügel gekauft und diese anstelle des Huhns verwendet.

Einen großen Topf mit 3 Liter Wasser aufsetzen und zum Kochen bringen. Suppenhuhn kurz abbrausen, gut innen reinigen und eventuell vorhandene Fettblasen und den Bürzel entfernen – Hähnchenteile nur abbrausen. Das Hühnerfleisch in das kochende Wasser geben und 2 Minuten kochen lassen. Mit einer Schaumkelle wieder aus dem Topf holen und das Wasser wegschütten. Topf kurz reinigen, Huhn in den Topf geben und gerade so viel kaltes Wasser zugeben, dass das Fleisch knapp bedeckt ist. Keinen zu weiten Topf verwenden, sonst wird die Brühe verwässert.

Topf wieder auf den Herd stellen und zum Kochen bringen. Derweil das Suppengrün, die Zwiebel und den Ingwer putzen und in grobe Stücke schneiden. Die Zwiebel verwendet man in der Hühnersuppe normalerweise mit der Schale, weil das eine schönere Farbe gibt. Meine war aber nicht so ansehnlich, deshalb habe ich sie komplett geschält. Wenn das Wasser kocht, das Gemüse zum Huhn geben und die Hitze reduzieren, so dass die Suppe vor sich hinköchelt. Je nach Größe des Suppenhuhns ca. 1 bis 1 1/2 Stunden kochen lassen. Kleinere Hühnerteile sind entsprechend früher gar, ich habe meine Suppe 40 Minuten kochen lassen.

Sobald das Fleisch gar ist, den Topf vom Herd nehmen und den Inhalt am besten komplett erkalten lassen. Wenn das wie bei mir aus Zeitgründen nicht drin ist, dann gleich vorsichtig das Fleisch aus dem Topf angeln, kurz abkühlen lassen und das Fleisch von den Knochen lösen. Vorsicht, das kann zu einer sehr schmerzhaften Angelegenheit werden! Lieber etwas länger warten als ich es immer mache…

Suppe durch ein Sieb in einen anderen Topf gießen, Fleisch zugeben und wieder zum Kochen bringen. Die Möhren putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Chili waschen, halbieren und ggf. die Kerne entfernen, falls sie sehr scharf sein sollte. Chili in schmale Streifen schneiden und das Gemüse in den Topf geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und kochen lassen, bis die Karotten gar sind.

In einem zweiten Topf derweil die Suppennudeln kochen – gerade so viele, dass es für alle Esser am Tisch reicht.

Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden. Die Suppe mit Sojasoße und ca. 2 EL Zitronensaft abschmecken und die Frühlingszwiebeln zugeben. Vom Herd nehmen, damit die Frühlingszwiebeln schön knackig bleiben. Nudeln in die Teller verteilen, Suppe darüber geben und genießen.

Projekt Kochen, Tag 18 – 22

Die letzte Woche war ich recht unkreativ, was zum Teil aber auch daran lag, dass ich zweimal alleine gegessen habe und ich an den Tagen die etwas spannenderen Rezepte nicht verwenden wollte.

Tag 18: Orecchiette alla pugliese

Öhrchennudeln mit Brokkoli waren am Montag angesagt. Das Rezept hatte ich aus dem Buch “Die echte italienische Küche” von Reinhardt Hess und Sabine Sälzer. Im Originalrezept steht auch, wie man die Orecchiette selbst macht, aber da die Pasta 12 Stunden trocknen muss und ich das Rezept erst am Montag herausgesucht hatte, war das leider keine Option.

Das Rezept ist ziemlich simpel, außer Nudeln und Brokkoli braucht man nur noch Knoblauch, Chili, Olivenöl, Salz und Pfeffer. Die Brokkoliröschen werden zuerst in einem großen Topf mit viel Wasser kurz blanchiert. Sobald der Brokkoli bissfest ist, wird er mit einer Schaumkelle in eine heiße Pfanne mit Olivenöl umgesiedelt und mit Knoblauch und Chili angedünstet. Derweil kommen die Öhrchennudeln ins Brokkoliwasser und werden bissfest gekocht. Wenn die Nudeln gar sind, wird alles vermischt, abgeschmeckt und gegessen.

Uns hat es recht gut geschmeckt, allerdings habe ich es für mein Empfinden zu scharf gekocht. Am Abend ging es sogar noch halbwegs, als ich mich jedoch am nächsten Tag im Büro über die Reste hermachte, hätte ich fast Feuer gespuckt. Lecker war es aber trotzdem.

Tag 19: Eiersoße mit Kartoffeln

Eiersoße gab es bei uns früher häufig. Leider erinnere ich mich nicht mehr an das genaue Rezept, ich weiß nur noch, dass meine Mutter eine Bechamelsoße kochte, diese mit Lorbeerblatt, Nelken und Zwiebeln würzte und eine Weile kochen ließ, bevor sie die gekochten und kleingeschnittenen Eier hinzufügte. Ich wollte das Gericht eigentlich genau so kochen, hatte aber das Gefühl, dass ich irgendwas vergessen hatte und habe mich dann nicht so recht getraut. Unter anderem auch deshalb, weil ich richtig Hunger hatte und nicht von vorne anfangen wollte. Deshalb habe ich auf Nelken, Zwiebel und Lorbeerblatt verzichtet und die Bechamel stattdessen mit reichlich Muskatnuss und etwas Senf gewürzt. Dazu gab es Salzkartoffeln.

Tag 20: Gemüsepfannkuchen mit scharfem Dip

Mittwoch inspizierte ich meinen Kühlschrank und fand neben einigen nicht mehr so frischen Karotten auch einen Becher Crème Fraîche, der dringend weg musste. Crème Fraîche mag ich pur nicht besonders, aber als Dip mit viel Sambal Oelek, etwas Salz und einem Spritzer Sojasoße fand ich sie doch erstaunlich gut.

Dazu gab es Pfannkuchen mit Karotten, die ich direkt in den Teig gerührt hatte. Mit etwas Backpulver wurden die Küchlein recht fluffig. Für einige Pfannkuchen rührte ich auch noch etwas Feta in den Teig, denn der Schafskäse musste ebenfalls dringend weg. Diese Variante schmeckte mir nicht mehr so gut, Schafskäse würde besser zu getrockneten Tomaten und Paprika passen.

Tag 21: Pellkartoffeln mit Brathering

Eigentlich war ja eine scharfe Linsensuppe geplant, aber ich hatte noch zu viel vom Crème-Fraîche-Dip übrig. Also gab es Pellkartoffeln mit leckerem Brathering aus dem Bioladen, dazu den restlichen Dip. Ich hätte mit dem Dip sicherlich viel mehr anfangen können, aber an diesem Tag hat mich meine Kreativität komplett im Stich gelassen.

Übrigens, geht es nur mir so, dass ich das Wort Brathering inzwischen oft englisch lese? Damn you, th! Ich glaube ja, das Wort gathering ist schuld…

Tag 22: Bratkartoffeln mit Rührei

Was ist die logische Konsequenz von Pellkartoffeln? Genau, Bratkartoffeln! Zwar hätte ich viel mehr Lust auf Feldsalat mit Kartoffeldressing (aus “Deutschland vegetarisch”) gehabt, aber ich hatte natürlich keinen Salat im Haus und wollte nicht einkaufen fahren. Die Eier waren zunächst als Spiegelei geplant, waren mir dafür dann aber nicht mehr frisch genug. Bei Eiern bin ich ein bisschen empfindlich, wenn die schon eine Woche in meinem Kühlschrank liegen will ich sie nur noch komplett durchgebraten oder gekocht verwenden.

Nächste Woche wird es wieder etwas kreativer und es gibt auch wieder Bilder. Für heute ist die Linsensuppe mit Kokosmilch, Chili und Ingwer geplant. Da ich ausnahmsweise mittags koche, sollten die Bilder sogar ganz brauchbar sein.

Monteriggioni

Monteriggioni besteht nur aus wenigen Häusern, zumindest der Teil, den wir uns angeschaut haben. Lt. Wikipedia gibt es dort über 9000 Einwohner, die wohl in mehrere kleine Dörfer/Ortsteile verteilt leben. Ein größerer Ort ist mir dort jedenfalls nicht aufgefallen und die mittelalterliche Festung ist auch recht klein.

Monteriggioni

Die große Wehrmauer ist teilweise begehbar, von oben hat man einen guten Blick über den Ort und die Region.

Monteriggioni

Monteriggioni

Monteriggioni liegt in der Nähe von Siena, was man auch an den sienabraunen Feldern erkennen kann.

Monteriggioni

In den Häusern im Ort sind teilweise Geschäfte untergebracht, die meisten verkaufen Wein, regionale Lebensmittel und allerlei Souvenirs. Bei einigen wunderschön gezeichneten Pinocchio-Postkarten konnte ich nicht widerstehen, die Karten zieren jetzt hübsch gerahmt mein Wohnzimmer.

Monteriggioni

Monteriggioni

In einem Haus direkt neben der Kirche ist ein Rittermuseum untergebracht, mit allerlei Ritterzeug zum Anfassen. Dort kann man sich z. B. eine richtig schwere Ritterrüstung umhängen und sich gegenseitig fotografieren.

Monteriggioni

Monteriggioni ist nicht so aufregend wie San Gimignano, aber auf jeden Fall einen Besuch wert. Nur sollte man dafür keinen Tagesausflug einplanen, dafür ist der Ort zu klein. Allerdings kann man den Besuch von Monteriggioni sehr gut mit einem Besuch von San Gimignano verbinden.

Projekt Kochen, Tage 14 – 17

Tag 14

Am Donnerstag wollte ich erst Kartoffelpfannkuchen (ja, Pfannkuchen, keine Puffer) machen, blieb dann aber beim Recherchieren eines guten Salatdressings für Feldsalat woanders hängen und machte gebackenen Camembert in Haselnusspanade, dazu den Feldsalat mit einem herrlichen Granatapfelessig-Senf-Dressing, gebratenen Champignons, frischen Tomaten und natürlich Preiselbeeren. Sehr lecker! Allerdings hätte ich bei der Panade ein bisschen großzügiger sein können, die Haselnüsse habe ich kaum herausgeschmeckt.

gebackener Camembert

Die Kartoffelpfannkuchen gibt es jetzt wahrscheinlich nächste Woche.

Tag 15

Freitag war so hektisch, dass ich nicht zum Kochen kam. Nach der Arbeit schmierte ich mir deshalb nur 2 Brote mit Käse und Kresse. Das richtige Abendessen gab es erst zu nachtschlafender Zeit im Restaurant, kurz vor 23 Uhr gönnte ich mir noch ein Schnitzel mit Pommes und konnte danach erstaunlich gut schlafen.

Tag 16

Am Samstag gab es eine extrem leckere vegetarische Moussaka. Das Rezept habe ich gesondert gepostet: Vegetarische Moussaka mit roten Linsen

Tag 17

Sonntag werde ich meistens bekocht, so auch diese Woche. Mittags buk ich einen leckeren Apfelkuchen mit Rosmarin, Abends ließ ich mich bekochen. Es gab leckeres Rindfleisch mit Brokkoli, Bohnen und Bambusstreifen in einer scharfen Cocos-Curry-Soße.

Rindfleisch mit Cocos-Curry-Soße

Vegetarische Moussaka mit roten Linsen

Moussaka ohne Fleisch geht das wirklich?

Sehr gut sogar. Ich wage sogar zu behaupten: Besser als mit, für mich zumindest. Traditionelle Moussaka hat mir nämlich nie so richtig gut geschmeckt. Vielleicht hatte ich immer Pech mit den Restaurants, selbst gekocht habe ich es nämlich nie. Aber immer, wenn ich Moussaka bestellte, hatte ich hinterher das Gefühl, das falsche Gericht genommen zu haben.

Gefunden habe ich das Rezept in einem Blog, in das ich schon länger gerne lese, weil dort immer wieder interessante Rezepte zu finden sind. Usrpünglich stammt das Rezept wohl von Jamie Oliver, wurde aber von Francecsa leicht modifiziert. Hier ist ihr Rezept: Vegetarian Moussaka

Ich habe mal wieder eine Riesenmenge gekocht und habe jetzt noch 3 Portionen übrig. Das Gericht ist durch die Linsen und Kartoffeln sehr sättigend.

Eigentlich sieht das Rezept vor, einen großen Zucchino und eine große Aubergine zu verwenden. Da die Saison aber leider vorbei ist, habe ich nur noch kleines bis mittelgroßes Gemüse gefunden.

Das Rezept ist relativ zeitaufwendig, je nach Gemüsemenge steht man schon mal bis zu 1 1/2 Stunden in der Küche. Ich finde aber, dass sich das durchaus lohnt.

Zutaten für 4-6 Portionen
2 mittelgroße Auberginen
2 mittelgroße Zucchini
4-8 Kartoffeln, je nach Größe (ich hatte 1 mittelgroße und 7 kleine)
1 Packung Feta

Für die Linsen:
1 Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
1 EL Essig
1 Tasse Linsen (ich habe einen Kaffeebecher verwendet)
1 kleine Dose stückige Tomaten (400 g)
1 TL Oregano

Für die Soße:
2 EL Butter
2 EL Mehl
500 ml Milch
Salz, Pfeffer, Muskatnuss und ggf. etwas gekörnte Brühe
1 Ei

1 Stück Parmesan, ca. 100 g

Zubereitung
Auberginen waschen und in Scheiben schneiden, meine Scheiben waren ungefähr so breit wie mein kleiner Finger. Beide Seiten der Scheiben salzen und 20 Minuten liegen lassen, damit die Bitterstoffe entzogen werden. Vorsichtig mit Küchenpapier abtupfen und dabei die ganze Feuchtigkeit aufnehmen.

Während die Auberginen ziehen, die Zucchini ebenfalls waschen und in Scheiben schneiden. Das Gemüse sollte immer ca. gleich dick geschnitten werden. Kartoffeln schälen, waschen und ebenfalls in Scheiben schneiden. Das Gemüse (inklusive der Auberginen, sobald diese soweit sind) in einer großen Pfanne auf beiden Seiten in etwas Olivenöl anbraten. Francesca rät, das Gemüse im Backofen zu braten, aber da ich nicht alles auf ein Blech bekommen hätte, habe ich die Pfanne vorgezogen. Ich musste insgesamt vier Ladungen braten, was natürlich etwas Zeit in Anspruch nimmt.

Die Zeit kann man gut nutzen, um nebenbei die Linsen vorzubereiten:
Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. Etwas Öl in einem kleinen Topf erhitzen, Zwiebeln darin glasig dünsten und gegen Ende den Knoblauch hinzufügen. Linsen gründlich waschen und gemeinsam mit 1 EL Essig, den Tomaten, 1 Tasse Wasser und 1 TL Oregano in den Topf geben. Aufkochen lassen, mit Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen und auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis die Linsen gar sind. Sollte es arg trocken werden, noch etwas Wasser nachfüllen. Irgendwann zwischendrin den Backofen einschalten und die Temperatur auf 190 Grad bei Unter- und Oberhitze stellen.

Eine große Auflaufform mit Öl einpinseln und das Gemüse darin verteilen. Ich habe das wie folgt geschichtet: Zuerst habe ich große Auberginenscheiben in die Form gelegt und dann die Löcher mit den kleineren Zucchinischeiben aufgefüllt. Darüber habe ich einige Kartoffeln gelegt und das ganze dann mit einer dicken Schicht Linsen bedeckt. Darauf kam etwas zerbröselter Feta und dann wieder Auberginen, Zucchini usw, bis alles aufgebraucht war. Den Abschluss sollte Gemüse bilden, allerdings hatte ich nur noch wenige Auberginen- und Zucchinischeiben, so dass noch viele Linsen und Feta offen da lagen. Da ich fürchtete, dass diese austrocknen könnten, habe ich die Auflaufform mit Deckel in den Ofen geschoben. 25 Minuten backen.

Derweil die Bechamelsoße kochen: 2 EL Butter in einem kleinen Topf zerlassen. Sobald sie schaumig vor sich hinblubbert, 2 EL Mehl unter Rühren zugeben und kurz anschwitzen, dabei ununterbrochen rühren. Mit der Milch auffüllen und zum Kochen bringen. Mit etwas gekörnter Brühe, Salz, Pfeffer und frischem Muskat würzen und ca. 5 Minuten köcheln lassen, dabei immer wieder mal umrühren. Derweil Parmesan reiben.

Soße vom Herd nehmen, abkühlen lassen und ein zuvor in einer Tasse verkleppertes Ei hineinrühren. Die Soße sollte nicht mehr zu heiß sein, damit das Ei nicht gerinnt.

Moussaka vorsichtig aus dem Ofen holen, Deckel entfernen und die Soße über die Moussaka geben. Mit dem geriebenen Käse bestreuen und wieder in den Ofen schieben. Weitere 25 Minuten backen, jetzt aber ohne Deckel.

moussaka

Viele Bilder habe ich nicht gemacht, bei Francesca gibt es aber richtig schöne Bilder, bei denen einem sofort das Wasser im Mund zusammenläuft.

Toskana

Die Bilder aus dem Toskanaurlab warten seit Wochen darauf, endlich gesichtet und bearbeitet zu werden. Leider bereitet mir das nicht so viel Spaß wie bei den Venedig-Bildern, was großteils daran liegt, dass das Wetter nicht immer mitspielte. Zwar hat es unterwegs nie geregnet und es war immer herrlich warm, aber oft auch bewölkt.

Bewölkt kann in der Fotografie sehr gut sein, doch ich hatte kein Glück mit den Wolken. Ich rede von dieser fiesen hellgrauen Wolkendecke, die alle Konturen verschwinden und jedes Bild langweilig aussehen lässt, meinem persönlichen Alptraum. Also, fotografietechnisch. Zum Glück sah es aber nicht immer so aus, an einigen Tagen hatten wir wirklich grandioses Wetter.

Der Tag der Ankunft in der Toskana war richtig schön. Wir fuhren mit der Bahn von Venedig nach Florenz, was richtig gut klappte. Begeistert war ich von den vielen kleinen Monitoren in der Bahn, die ich in der Form nur aus dem Flugzeug kenne. Dort wurde immer wieder die Strecke eingeblendet, so dass wir uns nicht auf die Durchsagen konzentrieren mussten. Außerdem waren die Sitze richtig bequem. Nur die Gepäcknetze waren etwas doof, da passte ein normalgroßer Koffer nämlich nicht rein und wir mussten unser Gepäck irgendwie zwischen die Sitze quetschen.

In Florenz angekommen, holten wir sofort unseren Mietwagen ab und fuhren zu unserem eigentlichen Ziel, ein netter Landgasthof in der Nähe von San Gimignano. Die Fahrt verlief nach einigen Anfangsschwierigkeiten recht gut, auf der Superstrada lässt es sich gut fahren. Und obwohl uns das Navi einige Male auf seltsame Straßen schickte, kamen wir schnell und problemlos an.

Da es schon zu spät war, um noch viel zu unternehmen, meldeten wir uns im Landgasthof für das Abendessen an und machten vorher noch einen kleinen Spaziergang. Das heißt, wir versuchten es. Wir waren inmitten von Weinbergen und Olivenhainen, also inmitten von Privatgrundstücken. So richtige Feldwege, wie wir sie aus Deutschland kennen, gibt es da nicht. Zumal in Italien meistens der Hof noch direkt an den jeweiligen Grundstücken zu liegen scheint. Spazieren gehen kann man dort leider nicht, deshalb mussten wir schon bald den Plan aufgeben, am nächsten Tag zu Fuß in das 11 km entfernte San Gimignano zu gehen.

Am ersten Abend versuchten wir es trotzdem, einen Spaziergang zu unternehmen. Anfangs klappte das auch ganz gut, aber irgendwann hörte einfach der Weg auf. Wir schlugen uns querfeldein über schon abgeerntete Felder und standen auf einmal vor einem Haus. Dort wurden wir von zwei laut bellenden Hunden begrüßt, die hektisch um uns herumsprangen und mir einen Heidenschrecken einjagten. Mit Hunden kann ich nicht so richtig umgehen, deshalb versuche ich immer, ihnen so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen.

Einer dieser Hunde war allerdings so über die Abwechslung erfreut, dass er uns direkt begleitete. Egal was wir anstellten, wir wurden ihn nicht mehr los. Er ging richtig mit uns Gassi, lief immer wieder ein Stückchen voraus, schnüffelte am Wegrand und kam dann schwanzwedelnd zurück. Wir befürchteten schon, dass das Tier die ganze Nacht bellend vor unserem Hotelzimmer sitzen würde, aber als wir zum Hotel zurückkamen, begriff der Hund, dass der Spaziergang zu Ende war und lief mit hängendem Schwanz nach Hause. Armer Kerl.

Unsere Unterkunft, das Poderi Arcangelo, kann ich übrigens sehr empfehlen. Ich muss gestehen, dass ich bei der Buchung gar nicht so richtig darauf geachtet habe, von welcher Art das Hotel ist. Die Nähe zu San Gimignano und die guten Bewertungen waren ausschlaggebend. Als wir aber dort ankamen, stellte ich zu meiner großen Freude fest, dass wir in einem Bio-Weingut gelandet waren. Die Weine dort waren auch wirklich vorzüglich, ganz besonders mochte ich den Vernaccia di San Gimignano, von dem ich bis dahin noch nie etwas gehört hatte. Das Abendessen, das aus einem 4-Gänge-Menü bestand, war auch ziemlich gut.

Hier noch ein paar Bilder vom ersten Abend, alle in der Nähe unseres Hotels aufgenommen.

Weinberg

Olivenbaum

Poderi Arcangelo

Weinberge

Olivenbäumchen

Chianti

San Gimignano

Weinberg

Zypressen

Sonnenblumen

Projekt Kochen, Tage 10 – 13

Künftig werde ich nur noch 1-2 Mal pro Woche eine Zusammenfassung posten. Nicht, weil ich keine Lust mehr auf das Projekt hätte, sondern weil mir die vielen Blogposting schon selbst auf die Nerven gehen. Ausführliche Rezepte poste ich nur noch, wenn ich ein Rezept absolut grandios finde. Wer Interesse an anderen Rezepten hat, kann sich natürlich gerne melden.

Tag 10

Am Sonntag musste ich nicht viel machen, da wurde ich bekocht. Es gab einen sehr leckeren “gefangenen Fisch”, das ist mit Tomaten und Schafskäse überbackener Fisch, der in einem Backpapier-Päckchen zubereitet wird. Dazu gab es Wildreis.

gefangener Fisch

Tag 11

Am Montag hatten wir Lust auf etwas richtig scharfes, also kochte ich uns eine asiatisch angehauchte Suppe. Und stellte fest, dass ich wirklich gerne ein gutes Asia-Kochbuch hätte. Empfehlungen sind gerne gesehen!

Die Brühe für die Suppe kochte ich mit viel Ingwer und frischem Chili auf, als Einlagen gab es Karotten, Lauch, Frühlingszwiebeln und eher unasiatischen Kohlrabi. Zusätzlich habe ich einen Berg Mie-Nudeln gekocht.

Asia-Suppe

Mir hat das Essen ganz gut geschmeckt, allerdings fehlte das gewisse Etwas. Sojasoße und Ingwer alleine waren noch nicht asiatisch genug, Sojasprossen gab es leider keine und mit asiatischen Gewürzen kenne ich mich nicht besonders gut aus. Hier besteht definitiv Nachholbedarf.

Tag 12

Am Dienstag musste es schnell gehen, weil der Zeitplan ziemlich vollgepackt war. Laufen, Kochen, Kino… Freizeitstress vom Feinsten.

Ich kochte deshalb eine schnelle Pastapfanne mit einer Soße aus frischen Tomaten, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch, Chiliflocken, Thunfisch, Rosmarin und Schafskäse. Das Gericht war herrlich scharf und genau das richtige nach einer Sporteinheit.

Tag 13

Heute gibt es eine halbe Wiederholung. Ich habe am Montag viel zu viel Suppe gekocht, so dass trotz der üblichen Portion fürs Mittagessen im Büro noch etwas übrig geblieben ist.

Die Einlagen haben wir fast komplett aufgegessen, deshalb werde ich die Brühe mit frischen Karotten, Lauch und einem Ei aufpeppen und heute Abend servieren.

Was es morgen geben wird, weiß ich beim besten Willen noch nicht. Hat jemand eine Idee? Am liebsten etwas vegetarisches, mit saisonalem Gemüse, aber kein Kürbis. Und es sollte schnell gehen.

Projekt Kochen, Tag 9: Pälzer Dampfnudle

Als Kind liebte ich im Herbst ganz besonders die Birnenzeit, denn dann gab es an Samstagen immer ein ausgesprochenes Festessen: Dampfnudle mit Beereschnitze. Beereschnitze kann man am besten mit Birnenspalten übersetzen; dabei handelt es sich um in einem Sud aus Vanille, Zimt und etwas Zucker aufgekochte Birnen. Ich habe keine Ahnung, ob das Gericht außerhalb der Pfalz unter einem anderen Namen bekannt ist. Traditionell isst man die Beereschnitze kalt, mein Vater mochte die aber nur warm, weshalb ich die auch meistens warm serviere.

Birnen

Wenn die Birnensaison vorbei war, gab es die Dampfnudeln meistens mit Weinsoße für die Erwachsenen und Vanillesoße für die Kinder.

Gestern beschloss ich mich, alle drei Beilagen anzubieten. Zumal wir Besuch hatten, dem ich gerne die Küche meiner Kindheit präsentieren wollte.

Pälzer Dampfnudle

Zutaten für 4-6 Personen
1 kg Mehl
0,5 l Milch
1 Würfel frische Hefe (42 g)
100 g Zucker
100 g Butter
4 Eier
Salz
geschmacksneutrales Öl

Zubereitung
Mehl in eine große Rührschüssel geben und in der Mitte eine Mulde formen. Milch auf dem Herd erwärmen, bis sie lauwarm ist. Hefe in die Mulde bröckeln, 2 EL Zucker darüber streuen und etwas lauwarme Milch über die Hefe-Zucker-Mischung geben. Mit einer Gabel leicht verrühren und dabei etwas Mehl unterrühren. Vorteig zugedeckt an einer warmen Stelle 15 Minuten gehen lassen, bis er Blasen wirft.

Vorteig

Derweil die Butter in der restlichen Milch schmelzen.

4 Eier, restlichen Zucker, 1 Prise Salz und die lauwarme Milch mit der Butter zum Teig geben und mit den Knethaken des Handrührgeräts oder der Küchenmaschine zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Ich habe den Teig mit meinem Handrührgerät ca. 6 Minuten geknetet, was teilweise ein echter Kraftakt war, da der Teig sehr schwer ist. Mein Rührgerät hat sich mittendrin wegen Überhitzung ausgeschaltet, ließ sich aber glücklicherweise wieder zum Arbeiten überreden.

Der Teig ist noch relativ klebrig, aber das ist nicht schlimm. Dadurch werden die Dampfnudeln recht fluffig und schmecken auch kalt noch gut. Den Teig nach dem Kneten auf eine bemehlte Arbeitsfläche schaben und mit bemehlten Händen eine große Kugel formen. Teig wieder in die Schüssel geben und an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.

Den Teig nach der Gehzeit noch einmal kurz mit den Händen durchkneten und ca. knödelgroße Kugeln formen. Die Kugeln auf ein bemehltes Blech setzen und weitere 20 Minuten gehen lassen.

Zubereitet werden Dampfnudeln in einer Pfanne oder einem weiten Topf mit Deckel. Am besten eignet sich ein Glasdeckel, denn während des Garens darf man unter keinen Umständen den Deckel vom Topf nehmen. Ich habe eine große beschichtete Pfanne verwendet.

Etwas geschmacksneutrales Öl in die Pfanne geben und ca. 1 TL Salz gleichmäßig in der Pfanne verteilen. Mit einer Tasse Wasser (ca. 200 ml) auffüllen und Dampfnudeln vorsichtig in die Pfanne setzen. Etwas Abstand zwischen den einzelnen Dampfnudeln lassen, da sie noch zur doppelten Größe aufgehen. Deckel auf die Pfanne und das Wasser auf höchster Stufe zum Kochen bringen. Auf mittlere Stufe herunterschalten und ca. 20 bis 25 Minuten garen lassen.

Ob die Dampfnudeln fertig sind, erkennt man am Geräusch: Sobald das Wasser komplett verdampft ist, fängt es an zu zischen. Ich höre das Geräusch aufgrund meiner Schwerhörigkeit nicht immer und schnuppere stattdessen am Topf, denn ich kann es riechen, wenn das Wasser verdampft ist. Das erfordert allerdings etwas Erfahrung.

Dampfnudeln

Wenn es zischt und knackt, den Deckel in einer schnellen Bewegung vom Topf nehmen. Es sollte kein Kondenswasser vom Deckel auf die Dampfnudeln fallen, weil diese sonst unschöne Dellen kriegen. Sollte sich noch keine schöne Kruste gebildet haben, kann man die Dampfnudeln ohne Deckel noch etwas nachbraten. Sobald die Kruste schön goldbraun ist, die Dampfnudeln aus der Pfanne nehmen und noch warm servieren.

Bei einer großen Teigmenge sind 3-4 Pfannenladungen notwendig, bis alle Dampfnudeln zubereitet sind. Die Pfanne für die nächste Ladung wieder mit wenig Öl, 1 TL Salz und 1 Tasse Wasser auffüllen und genau wie bei der ersten Fuhre verfahren. Auf diese Weise kommt jeder am Tisch immer wieder in den Genuss frischer Dampfnudeln. Natürlich kann man die Dampfnudeln auch vorbereiten und im Ofen warmhalten, frisch aus dem Topf schmecken sie aber am besten.

Beereschnitze

Zutaten
8 mittelgroße Birnen, z. B. Williams Christ
1 Stange Zimt
1/2 Vanilleschote
etwas Zucker nach Geschmack

Zubreitung
Birnen vierteln, schälen, entkernen und längs in ca. 0,5 – 1 cm dicke Spalten schneiden. In einen großen Topf geben und so viel Wasser aufgießen, dass die Birnen gerade so mit Wasser bedeckt sind. Je nach Fruchtsüße der Birnen etwas Zucker zugeben – ich habe 2 EL Rohrohrzucker verwendet. Zimtstange in den Topf geben.

Vanilleschote mit einem scharfen Messer längs halbieren, eine Hälfte mit der stumpfen Seite des Messers ausschaben und sowohl Mark als auch ausgeschabte Vanillenschotenhälfte zu den Birnen geben. Birnen zum Kochen bringen. Sobald es kocht, die Hitze reduzieren und offen köcheln lassen, bis die Birnen weich sind. Je nach Birnensorte kann das 20 – 45 Minuten dauern.

Beereschnitze

Vanilleschote und Zimtstange entfernen, Beereschnitze in eine Schüssel umfüllen und etwas abkühlen lassen. Lauwarm oder kalt servieren.

Die andere Hälfte der Vanillenschote habe ich übrigens für die Weinsoße verwendet. Wer keine Weinsoße macht, kann auch die ganze Vanilleschote zu den Birnen geben. Oder die restliche Vanille mit etwas Zucker in ein dicht schließendes Gefäß geben und auf diese Weise Vanillezucker herstellen.

Weinschaumsoße

Zutaten
40 g Speisestärke
1/2 Vanilleschote
100 g Zucker
2 Eier
500 ml trockener Weißwein, z. B. Riesling
2 EL Zitronensaft

Zubereitung
Halbe Vanilleschote auskratzen. Stärke, Vanille, Zucker und Eier in einem kleinen Topf mit einem Schneebesen gut verrühren. Wein und Zitronensaft unter Rühren zugeben und die ausgekratzte Vanilleschote in den Topf geben.

Unter ständigem Rühren so lange erhitzen, bis eine große Kochblase vom Topfboden aufsteigt. Topf sofort vom Herd nehmen, denn die Weinschaumsoße darf unter keinen Umständen kochen. Sonst gerinnen die Eier.

Vanilleschote entfernen, Soße in in eine Schüssel umfüllen und abkühlen lassen. Lauwarm oder kalt servieren.

Vanillesoße

Zutaten
1 l Milch
50 g Speisestärke
50 g Zucker
1 Vanilleschote

Zubereitung
Vanilleschote mit einem scharfen Messer halbieren und mit der stumpfen Seite des Messers ausschaben. Vanillemark und Schote mit dem Großteil der Milch in einen weiten Topf geben und zum Kochen bringen.

Speisestärke und Zucker in einer Tasse mit etwas Milch anrühren. Wenn die Milch anfängt zu kochen, die Speisestärkemischung mit einem Schneebesen einrühren und kurz aufkochen lassen.

Soße sofort vom Herd nehmen, in eine Schüssel umfüllen und abkühlen lassen. Lauwarm oder kalt servieren.

Projekt Kochen, Tag 8: Pasta mit Brokkoli

Letzten Freitag musste es schnell gehen, denn freitags kaufen wir meistens fürs Wochenende ein und Abends waren wir mit Freunden verabredet. Wenn es schnell gehen muss, ist Pasta immer eine gute Idee. Blöderweise fiel mir zunächst nur der Klassiker ein, Spaghetti mit Tomatensoße. Das war mir dann doch zu simpel, deshalb recherchierte ich ein bisschen und fand ein Rezept mit Brokkoli und Schinken. Auf Schinken hatte ich keine Lust, war aber angetan von der Idee, den Schinken einfach durch Walnüsse zu ersetzen. Das alleine war mir aber noch ein bisschen zu fade, deshalb besorgte ich noch einen leckeren Blauschimmelkäse und fabrizierte eine deftige Käsesoße. Das Ergebnis hat uns richtig gut geschmeckt.

Zutaten für 4 Portionen
500 g Nudeln (Spiralnudeln oder Penne sind gut geeignet)
etwas Öl
1 Brokkoli
4 Frühlingszwiebeln
ca. 50 ml trockener Weißwein, z. B. Riesling
150 g Blauschimmelkäse, z. B. Gorgonzola
200 g Sahne
Walnusskerne
Salz, Pfeffer, Muskat

Zubreitung
Zuerst reichlich Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Ich habe 2 gehäufte TL Meersalz ins Wasser gegeben. Sobald es kocht, die Nudeln zugeben und nach Packungsanweisung kochen.

Derweil Brokkoli putzen, kleine Röschen abtrennen und die harten Stiele überwiegend entfernen, die bleiben bei dieser Zubereitungsart sonst ziemlich hart. Frühlingszwiebeln waschen und in kleine Ringe schneiden. Geschmacksneutrales Öl in einer großen Pfanne erhitzen und Brokkoli mit den Frühlingszwiebeln anbraten. Nach ca. 5 Minuten mit dem Weißwein ablöschen, mit Sahne aufgießen und Käse in die Soße bröckeln. Aufkochen und einige Minuten reduzieren lassen. Erst dann mit Pfeffer und Muskat abschmecken und ggf. noch vorsichtig salzen. Je nach Käsesorte ist Salz nicht mehr notwendig. Ich habe Blaue Kornblume verwendet, ein eher milder und sehr wohlschmeckender Käse.

Fertig gekochte Nudeln gut abgießen, in die Pfanne mit der Soße geben und gut vermischen. 2 Handvoll Walnusskerne zugeben und gleich servieren.

Beim nächsten Mal werde ich die Walnusskerne vorher anrösten, ansonsten hat aber alles gepasst.