… and nothing else matters

Musik über Kopfhörer funktioniert wieder! Natürlich ist es noch lange nicht perfekt, aber es hört sich wesentlich besser an als in der Anfangszeit. Es wird! :-)

Nachtrag:  Im Moment läuft “Im Taxi weinen” von Kettcar, das erste Lied, das ich damals testweise mit CI angehört hatte. Ich fand es furchtbar unnatürlich, ständig klingelte irgendwas. Inzwischen ist das Klingeln zu einer sehr wohlklingenden E-Gitarre mutiert, alles klingt wieder normal. D.h. noch besser als normal, richtig gut. Yeah!

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Rockbar

Während ich am Blog-Layout bastle und feststellen muss, dass man PHP durchaus verlernen kann, läuft Rock’n'Roll Realschule im DVD-Player. Die Ärzte eignen sich wirklich gut zum Hörenlernen, vor allem auf dieser Unplugged-DVD, die ob der ungewöhnlichen Instrumente voller toller Geräusche steckt. Was mich ganz besonders erstaunt: Manchmal, aber nur manchmal, höre ich sogar unbekannte Texte heraus. Normalerweise verstehe ich die Texte nur, wenn ich entweder mitlese oder den Text irgendwann auswendig gelernt habe.

Wer die Unplugged-DVD nicht kennt und reinhören möchte, kann das auf der offiziellen Die-Ärzte-Seite unter bademeister.tv tun (z.B. Komm zurück).

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Bergaufschleichen

Die Erfolge beim Hörenlernen sind meistens nicht sofort spürbar. Deshalb ist es mir lange Zeit gar nicht aufgefallen, dass sich mein Sprachverständnis bereits erheblich gebessert hat. Bewusst wurde es mir erst, als ich mich mit einem Freund unterhielt und er aus alter Gewohnheit alles wiederholte, wenn ich nicht sofort antwortete. Als ich das dritte Mal sagte, dass ich den Satz sofort verstanden hatte, wusste ich, dass etwas anders ist.

Natürlich muss ich immer noch nachfragen, aber bei weitem nicht mehr so oft wie früher. Flüssige Unterhaltungen zu führen ist keine Utopie mehr, selbst wenn es um mich herum nicht so leise ist. Ich kriege immer öfter mit, worüber sich die Kollegen in der Kantine unterhalten, und kann mich manchmal sogar beteiligen. Vor dem CI habe ich mich meistens zurückgehalten, weil es für alle Beteiligten einfach zu anstrengend war, wenn alles ständig wiederholt werden musste.

Es ist seltsam, wie einen das Hörenlernen verändern kann. Die dafür notwendige Geduld ist einfach da, obwohl ich mich wahrhaftig nicht als geduldigen Menschen bezeichnen würde. Die Hibbeligkeit, die mich meistens beim Warten begleitet, fehlt komplett. Ich weiß einfach, dass es sich weiterhin stetig verbessern wird, und diese Gewissheit lässt mich ruhiger werden.

Manchmal läuft es allerdings nicht so toll. An manchen Tagen geht fast gar nichts, das Gehirn scheint übermüdet zu sein. Letzten Montag hatte ich das Gefühl, dass die für das Hören zuständige Synapsen zum Streik aufgerufen und die Signale absichtlich in den See des Vergessens* geleitet haben. Letzten Samstag war es in lauter Umgebung ähnlich schwierig eine Unterhaltung zu führen, obwohl ich nicht das Gefühl hatte, dass das Gehirn die Arbeit verweigerte, und obwohl ich unter ähnlichen Bedingungen schon wesentlich besser gehört hatte. Heute, beim Batterienwechsel, habe ich auch endlich herausgefunden, weshalb es so war: Ich habe am Freitag beim Kickern wieder mal die Lautstärke heruntergeschaltet und später vergessen. Merke:  Öfter mal die Lautstärke prüfen …

*Wer nicht weiß, was der See des Vergessens ist: Unbedingt “Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär” von Walter Moers lesen. Nein, das is kein Kinderbuch!

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Huch, bin ich hier richtig?

Aber sicher doch! Ich bastle noch ein bisschen am Layout, das wird sich in den nächsten Tagen eventuell ab und zu leicht verändern. Erst wollte ich alles selbst machen, doch dann bin ich auf das Hybrid Framework gestoßen, das ich schon alleine aufgrund des Namens passend finde. Optisch gefällt es mir auch ganz gut, also bleibe ich vermutlich dabei, wenn ich auch noch einiges anpassen muss. Die Sprache zum Beispiel. Also nicht wundern, wenn es hier immer wieder mal ein bisschen anders aussieht.

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Gezwitscher

Als Kind war ich sehr oft mit meinem Vater im Wald unterwegs. Mein Vater kennt die Wälder um mein Heimatdorf wie seine Westentasche und zeigte uns Kindern unzählige schöne Plätze. Immer wieder machte er uns auf Besonderheiten aufmerksam. Wenn er etwas besonders schönes sah oder hörte, blieb er stehen, um es uns zu zeigen. Oft war es ein Vogel, der sein Frühlingslied sang. Mein Vater erkannte die meisten an den Stimmen, blieb stehen, lauschte entzückt und fragte: “Hörst du die Amsel da oben?” Ich lauschte angestrengt. Schaute mich um, um einen Anhaltspunkt zu haben und sah irgendwann den schwarzen Vogel, der mit einem weit geöffneten Schnabel auf dem Ast saß. Sehen bedeutete für mich hören, deshalb antwortete ich in diesem Augenblick, dass ich ihn hören würde, obwohl das nicht der Wahrheit entsprach.

Gestern wollte ich einen Schneespaziergang machen, bevor der Schnee komplett weg ist. Also fuhr ich raus aus der Stadt, in den nahegelegenen Wald. Als ich den Weg entlangging, hörte ich plötzlich ein Geräusch, das mich zusammenzucken ließ. Irgendwas schien geklingelt oder gequietscht zu haben. Ich schaute mich um, weit und breit nichts zu sehen. Kein Fahrrad, kein Auto, kein Mensch. Und dennoch ertönte das Geräusch. Ich schaute nach oben. Im Baum saß eine Amsel, mit weit geöffnetem Schnabel.  So fühlt sich Glück an.

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Bin mal kurz weg …

Nicht wundern, wenn am Wochenende irgendwann nichts mehr geht: Ich muss endlich ein Datenbank-Update machen und dazu das Blog offline schalten. Wie lange es dauert hängt von meinem Erinnerungsvermögen, meinen Nerven und auch ein bisschen von Fortuna ab.

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Geräucherter Ziegen-Urin?

“In der Antike versuchte man Taubheit mit geräuchertem Ziegen-Urin zu heilen, im Mittelalter mit Muttermilch, später galten taube Menschen als dumm oder besessen.”

So beginnt ein sehr interessanter Artikel zur Geschichte der Gehörlosen in der Ärztezeitung. Das darin erwähnte Museum in Frankfurt am Main ist durchaus besuchenswert, vielleicht mache ich mal einen Tagesausflug.

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Frohes neues Jahr!

In letzter Zeit habe ich immer wieder mal die Suchanfrage “frohes neues jahr auf rumänisch” in meiner Statistik. Um weitere Suchende nicht erneut enttäuschen zu müssen, habe ich einen lieben Kollegen gebeten, “Frohes neues Jahr” auf Rumänisch zu übersetzen. In Rumänien wünscht man: Un An Nou fericit!

Ein frohes neues Jahr natürlich auch allen anderen Lesern! Ich hoffe, Ihr seid alle so gut ins neue Jahr gekommen wie ich.

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Es kommt nie wie erwartet …

Am Freitag war unser Weihnachtsfest, eine sehr lebhafte und laute Party. Vorher überlegte ich lange, ob ich wirklich das CI tragen soll, weil ich sowieso damit rechnete, es spätestens nach fünf Minuten abzulegen. Ich beschloss, es zu probieren, und wurde positiv überrascht. Bisher habe ich noch nie so viel vom CI profitiert wie ausgerechnet an diesem Abend. Die Musik hörte sich wider Erwarten nicht grausam an (ok, bis auf den unsäglichen Elektrokrempel, aber das ist ein anderes Thema), sondern wunderbar rund. Ich nahm mehrmals die Spule vom Ohr, um zu testen, ob es ohne nicht doch besser wäre – war es nicht, es war schlechter! Dumpfer, langweiliger, leblos … Musik funktioniert mit dem CI, das hätte ich so schnell nicht gedacht. Allerdings muss ich hinzufügen, dass dazu noch eine gewisse Lautstärke vonnöten ist. Wenn die Musik zu leise ist, sind die “Nebengeräusche”, also die neuen Töne, noch zu laut. Sehr seltsam. Auch unterhalten konnte ich mich halbwegs, zwar nicht perfekt, aber auch nicht schlechter als sonst, trotz aller Hintergrundgeräusche.

Im Moment läuft alles recht gut. Seit zwei Wochen habe ich das zum Hybrid gehörende Hörgerät, und mit den neuen Einstellungen fühle ich mich etwas wohler als vorher. Ich habe inzwischen das Gefühl, mit CI besser zu verstehen als ohne, auch wenn der Unterschied noch sehr gering ist. Auf Anhieb verstehe ich nach wie vor selten etwas. Aber es geht voran, das spüre ich ganz deutlich. Inzwischen bin ich auch nicht mehr ganz so müde wie in den ersten 1 1/2 Wochen nach der Anpassung, letzte Woche hat es nur zum Schlafen und zum Arbeiten gereicht.

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Zwischenwelt

Im Moment habe ich das Gefühl, in einer seltsamen Zwischenwelt festzustecken. Mit CI höre ich noch nicht gut genug, ohne aber inzwischen auch zu schlecht. Mein Restgehör hat sich nicht verändert, aber da ich mich schon recht gut an das CI gewöhnt habe, kommt ohne mittlerweile einfach zu wenig an. Es ist manchmal nervig, denn inzwischen kann ich nicht mehr einfach den Sprachprozessor abnehmen, um besser zu verstehen, ich verstehe quasi in beiden Situationen gleich schlecht, wenn auch anders schlecht. Ich bin gespannt, was bei der nächsten Anpassung passiert, wenn das Hörgerät dazukommt.

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