Es weihnachtet

Jedesmal, wenn ich mich im Admin-Bereich von WordPress anmelde, springt mir ein Satz ins Auge: „Erinnere dich an mich“. Und jedesmal läuft in diesem Moment derselbe Film vor meinem inneren Auge ab: Ein kleiner Junge mit blonder Prinz-Eisenherz-Frisur guckt rührselig in die Kamera und deklamiert: „Erinnerst du dich, erblickst du mich! Für Mr. Hobbs von seinem engsten Freund, Lord Fauntleroy.“ Hachja.

Wie oft ich diesen Film schon gesehen habe? Ich weiß es nicht. Viel zu oft, vermute ich, aber trotzdem kann ich nicht davon lassen. Wenn es für mich sowas wie eine Weihnachtstradition gibt, dann das: ARD einschalten und „Der kleine Lord“ gucken. Natürlich nur das „Original“ mit Rick Schroder und Sir Alec Guiness. Die einzig wahre Verfilmung, obwohl sie sich noch nicht mal treu an das Buch gehalten hat und aus Ceddies Geburtstag kurzerhand ein Weihnachtsfest zauberte. Und als „Original“ dürfte ich diese Verfilmung eigentlich auch nicht bezeichnen, denn „Little Lord Fauntleroy“ wurde schon 1914 verfilmt. Doch das ist alles nicht wichtig. Wichtig ist, dass mich Rick Schroder jedesmal aufs Neue fesselt. Dass ich jedesmal mit Sir Alec Guiness mitleide, wenn er mit der Faust auf das Kaminsims haut, frustriert über die Meldung, dass Ceddie doch nicht sein Nachfolger sein wird. Dass ich mich wunderbar mit Mr. Hobbs über Ceddies Unterschrift aufregen kann: „Euer Ceddie, der jetzt kein Lord Faunt-le-roy mehr ist!“ Und, natürlich, dass mir am Ende jedesmal fast wieder die Tränen kommen, wenn Mrs. Errol hinter dem Weihnachtsbaum hervortritt. Seufz.

Am 22. Dezember ist es übrigens wieder soweit. 20:15 Uhr, ARD. Taschentücher bereithalten!

Ein Gedanke zu „Es weihnachtet“

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