Ein Stöckchen von Martin.
Die Regeln:
1. Pick up the nearest book (of at least 123 pages).
2. Open the book to page 123.
3. Find the fifth sentence.
4. Post the next ten sentences.
5. Tag another person.
Neben mir liegt gerade das Buch “Power Wörterbuch Französisch” von Langenscheidt. Man möge mir verzeihen, dass ich lieber zum übernächsten Buch greife. Dort finde ich auf Seite 123:
In einer Studie wurden japanische Probanden darauf trainiert, den Unterschied zwischen r und l zu hören (was japanischen Englischschülern schwerfällt). Vor und nach dem Umlernen ließ man die Teilnehmer eine Reihe von Tests machen, um ihre Wahrnehmung akustischer Reize zu bewerten. Am Ende der zehnwöchigen Trainingsphase konnten die Probanden die beiden Laute um durchschnittlich 18 Prozent besser erkennen (d.h. ein Teilnehmer, der vor dem Training die Unterschide zwischen “l” und “r” in 60 Prozent der Fälle erkennen konnte, war nach dem Training in 78 Prozent der Fälle dazu imstande).
Iversons Folgerung aus diesen Studien macht erwachsenen Sprachschülern Hoffnung: “Lernen im Erwachsenenalter scheint nicht schwierig zu werden, weil sich die neuronale Plastizität verändert … das Lernen wird mühsam, weil Erfahrungen mit unserer Erstsprache die Wahrnehmung ‘verzerrt’. Wir sehen alles durch die Brille unserer Muttersprache und das verzerrt die Art, wie wir Fremsprachen sehen … unsere Wahrnehmung verändert sich im Laufe der Kindheit und spezialisiert sich darauf, die Sprachlaute in unserer Erstsprache zu hören. Diese Spezialisierung kann die Fähigkeit, zwischen Lauten in anderen Sprachen zu unterscheiden, beeinträchtigen. Durch Umlernen können wir unsere ‘Wahrnehmungsverzerrung’ grundlegend ändern und so das Lernen einer zweiten Sprache erleichtern.”
Andere Studien deuten auf eine mögliche Ursache der zusätzlichen Schwierigkeiten hin, die Erwachsene im Gegensatz zu Kindern beim Erlernen einer neuen Sprache haben. Eine 1997 von den Neurowissenschaftlern Joy Hirsch und Karl Kim durchgeführte Studie fand heraus, dass Zweitsprachen, je nachdem, wann sie gelernt wurden, anders im menschlichen Gehirn gespeichert sind.
Hirsch stellt eine Gruppe von 12 zweisprachigen Probanden zusammen (die zehn verschiedene Sprachen repräsentieren).
Zitat aus: Daniel Tammet – Wolkenspringer
Ich habe das Buch übrigens noch nicht gelesen, bin aber schon sehr gespannt darauf. Vielleicht hilft es mir ja beim Französischlernen.





2 Kommentare
Liest sich interessant. Um was genau geht es in dem Buch? Der Klappentext den man im Web findet gibt — wie so haeufig — leider nicht viel her.
Arg! Ich habe jetzt erst gesehen, dass dieser Kommentar fälschlicherweise als Spam gekennzeichnet wurde. Da ist wohl bei einem Update etwas schief gegangen.
Das Buch habe ich immer noch nicht gelesen, bei Sachbüchern brauche ich immer einen großen Anlauf. Daniel Tammet erklärt in diesem Buch, wie sein Gehirn funktioniert und weshalb er alles so einfach lernen kann. Ich wurde durch dieses Interview auf ihn aufmerksam: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,610651,00.html
Sobald ich das Buch gelesen habe, werde ich mehr dazu schreiben.