Rheintour

Am letzten Sonntag ging es wieder mit dem Rad an den Rhein. Ich hatte mich vorher im Internet umgeschaut und für die kleine Rheinrunde entschieden. Allerdings habe ich mich nicht ganz genau an den Streckenplan gehalten und ca. 10 km mehr zurückgelegt.

radweg

Eine meiner Lieblingsstellen zum Fotografieren, der Weg ist einfach zu schön. Allerdings wird es damit wohl bald vorbei sein, denn rechts vom Bild befindet sich eine riesige Baustelle, die stark nach Nordtangente aussieht. Einerseits finde ich es sehr wichtig, dass eine zweite Rheinbrücke kommt, aber andererseits tut es mir auch weh, dass die dazugehörige Nordtangente ausgerechnet durch ein wirklich schönes Naturgebiet führen wird. Aber ganz ohne Opfer geht es nie.

blume1

Ratespiel: Wer kennt diese Blume? Wiesenschaumkraut steht nicht zur Wahl.

faehre

Mit dieser Fähre ging es bei Leimersheim in die Pfalz. Es war meine allererste Fährenfahrt über den Rhein, obwohl ich schon so lange in Karlsruhe wohne. Faszinierend fand ich den Weg der Fähre: Statt schnurstracks über den Rhein zu fahren, ging es in einer seltsam queren Position erst einige Meter gegen den Strom. Dieses gegen-den-Strom-fahren brachte einen tollen Effekt mit sich: Wenn man das Ufer auf der pfälzischen Seite beobachtete, sah es so aus, als ob sich dieses bewegen würde. Nach einer Weile war ich fest davon überzeugt, dass wir eigentlich unbeweglich auf dem Wasser liegen und sich das Ufer eigenständig in unsere Richtung bewegt.

see

Bei Wörth stattete ich wieder dem Altrhein einen Besuch ab. Auch im Frühling ist dieser See sehr sehenswert, und die Fahrt dahin war ein Abenteuer für sich. Auf dem Weg schwebten so viele pusteblumeähnliche Samen in der Luft, dass ich das Gefühl hatte, in einer riesigen Schneekugel zu stecken.

spinne

Dieses Tier war perfekt getarnt. Hätte ich nicht ausgerechnet diesen Baum als Stütze für meine Digitalkamera missbraucht, wäre mir diese Spinne nie aufgefallen.

Unterwegs gab es noch viel mehr Motive, die ich zu gerne eingefangen hätte. Zum Beispiel der brütende Storch, der in seinem Nest auf einem abgestorbenen Baum saß. Leider bin ich hier jedoch an die Grenzen meiner Digitalkamera gestoßen, aus der Entfernung war nichts zu machen. Ich muss wohl so langsam über eine Digitalkamera mit einem größeren Objektiv nachdenken.

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2 Kommentare

  1. Erstellt am 30. April 2009 um 14:20 | Permanent-Link

    Richtig schöne Fotos sind dir da gelungen! Schade, dass “Wiesenschaumkraut” schon aus dem Rennen ist. Wäre mein Favorit gewesen. ;( Du bist offensichtlich mächtig viel unterwegs. Ich wusste gar nicht, wie schön es rund um den Rhein ist. Aber ich hab ja schon seit Jahren vor mal eine ausgedehnte Deutschlandreise zu unternehmen. Am liebsten mit Rucksack und Zelt. Aber erstens bin ich dazu immer zu faul und zweitens fehlt mir immer die Zeit dazu. Schade.

  2. nikana
    Erstellt am 7. Mai 2009 um 10:40 | Permanent-Link

    Oh, am Rhein ist es schon herrlich, wenn man sich nicht gerade direkt an der Rheinbrücke (zwischen Wörth und Karlsruhe) aufhält. Dort ist nämlich so viel Industrie, dass es keinen Spaß mehr macht. Aber weiter nördlich oder südlich ist es wirklich schön. Da wächst noch ein richtiger Urwald um den Rhein, es gibt unzählige Baggerseen und natürlich die Altrheinseen … Hach, schön. :-)

    Am nächsten Wochende soll es leider regnen, aber dann kann ich ja etwas über die Odyssee vom letzten Wochenende schreiben. ;-)

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