Diesen Satz durfte ich mir vorgestern anhören, und ich bin mir sicher, dass es nicht das letzte Mal war. Es stimmt allerdings nicht ganz: Ich höre wesentlich besser, verstehe aber schlechter. Das ist auch kein Wunder, die ganzen neuen Geräusche lenken ab. Sie setzen sich vom bekannten Rest ab wie Öl, das auf dem Wasser schwimmt, und bis das Gehirn alle Eindrücke zu einer Einheit zusammenfügen kann, werden wohl noch einige Wochen vergehen.
Besonders schwierig ist es in Stresssituationen. Am Montag und Dienstag war ich stundenlang im Krankenhaus, meine kleine Schwester besuchen. Dort kam alles zusammen: Hohe Decken und somit eine sehr schlechte Akustik, viel Lärm, ein ständiges Kommen und Gehen, immer wieder verschiedene Ärzte und Pfleger, die sich teilweise nicht so recht auf Schwerhörige einstellen konnten – Spaß hat es keinen gemacht. Es war sogar so schwierig, dass ich den Sprachprozessor komplett ausgeschaltet habe, um halbwegs mitzukriegen, was jetzt Sache ist. Jetzt fühle ich mich, als ob ich zwei Tage verloren hätte, obwohl das natürlich Blödsinn ist.
3 Kommentare
Hallöle
Dich zu lesen ist schön….und deine Erfahrungen machen Mut.
Ich habe deine Krempelkiste auf meiner Seite verlinkt..ich hoffe es ist dir recht.
Liebe Grüße
Gabi
Ich habe gerade gestern wieder gehört, dass es mit dem Hybrid zunächst besonders schwierig/herausfordernd/gewöhnungsbedürftig ist. Du machst das schon.
Das muss alles wahnsinnig anstrengend, sein, Ann! Und ich finde das total bewunderswert wie Du das machst!