Von der Vielfältigkeit der Sprache

Zu den Tücken der Schwerhörigkeit gehört auch, dass man Dialekte und Akzente nicht besonders gut unterscheiden kann. Also ich zumindest. Ich fand es immer bewundernswert, wenn mir jemand nach einigen Worten des Gesprächspartners sagen konnte, woher dieser so ungefähr kommt. Wenn der Dialekt oder Akzent keine extremen Merkmale hatte, wie z.B. stark rollende Rs, klang für mich alles gleich.

Mit dem Englischen ging es mir immer genauso. Ich konnte nie sagen, ob der Sprecher Amerikaner oder Engländer ist, für mich war einfach alles Englisch. Mit der Zeit merkte ich es anhand der Wortwahl, aber die Unterschiede in der Aussprache blieben mir verborgen.

Kürzlich schaute ich mir den Film Snatch an, in dem sowohl Amerikaner als auch Engländer mitspielen. Und plötzlich hörte ich ganz genau raus, wer aus welchem Land kam. Die Unterschiede waren da, ganz deutlich. Dass es so einfach ist, die Akzente zu unterscheiden, hätte ich nie gedacht. Und ich kann es endlich auch. Solche Dinge machen so glücklich!

Da ich jetzt auch mitreden kann, kann ich endlich sagen, welchen Akzent ich schöner finde: Die Briten gewinnen ganz klar. Amerikanisches Englisch finde ich zwar einfacher, aber von der Aussprache her hat England die Nase vorn.

Ich freue mich jetzt schon darauf, LOST wieder von vorne zu gucken. So viele verschiedene Nationalitäten, so viele Akzente und Dialekte, die es zu entdecken gilt … :-)

3 Gedanken zu „Von der Vielfältigkeit der Sprache“

  1. Mir fallen Unterschiede in der Wortwahl beim Englischen immer nur auf, wenn sehr extreme Beispiele verwendet werden, die einem quasi ins Gesicht springen. Ich glaube, da bist Du durch Deine bisherigen Hör-Erlebnisse ganz anders drauf geschult, das zu erkennen. Mir bereitet sowas immer noch Schwierigkeiten (in geschriebenem Englisch zum Beispiel fällt mir das sehr schwer, Unterschiede auszumachen).

    Beim Hören liegt Britisch bei mir auch ganz vorne, ich mag sowohl das „alte“, hochgestochene Englisch z.B. aus den BBC-Literaturverfilmungen, als auch in neueren britischen Produktionen das „Vorstadt“-Englisch (das klingt zwar nicht unbedingt schön aber ich finde es sehr aussagekräftig.

    Durch reichlich australische DVDs bin ich inzwischen auch mit diesem auf dem Laufenden, aber das war nicht einfach und ich musste mich lange dran gewöhnen, bis ich genug verstanden habe (auch weil die DVDs keine Untertitel haben vermutlich… ); inzwischen finde ich es aber sehr lustig, mate. :)

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