Der Lusen

Gipfelkreuz
Gipfelkreuz am Lusen

Der Lusen ist ein Berg im Bayerischen Wald, direkt an der Grenze zu Tschechien. Die Bilder im Internet beeindruckten uns so sehr, dass wir den Berg unbedingt mit eigenen Augen sehen wollten. Von Regensburg aus fährt man zwar gut 1 1/2 Stunden mit dem Auto, aber die Anreise lohnt sich definitiv.

Kleine Ohe
Kleine Ohe

Los ging es am Wanderparkplatz Fredenbrücke, der direkt neben dem Gebirgsbach „Kleine Ohe“ liegt. Einige Meter vom Parkplatz entfernt gab es schon die erste Besonderheit: Eine Toilette, mitten im Wald. Grandiose Idee, allerdings finde ich solche Plumpsklos nicht ungefährlich. Nicht auszudenken, wenn einem dort der Schlüssel oder das Handy aus der Hosentasche fällt …

Martinsklause
Martinsklause – perfekte Spiegelung

Der Weg zum Gipfel beginnt mit einem sehr sanften Anstieg, der trotz vieler Stolperfallen in Form von kleinen Felsbrocken und Wurzeln gut zu bewältigen ist. Nach ca. 45 Minuten Fußmarsch kommt das erste echte Highlight: Die Martinkslause, ein Stauweiher, in dem sich der Himmel und die umliegenden Bäume herrlich spiegelten.

Martinsklause
Martinkslause

Ich verliebte mich sofort, tänzelte begeistert mit meiner Kamera am Ufer entlang und war kaum loszueisen. Wäre nicht irgendwann ein Wind aufgekommen, der sämtliche Spiegelungen zerstörte, würde ich wohl jetzt noch dort am Ufer sitzen und begeistert knipsen.

Martinsklause
Martinkslause

Nach der Martinsklause ging es steil den Berg hoch, Richtung Teufelsloch.

Teufelsloch
Teufelsloch

Das Teufelsloch ist eine sehr beeindruckende mit riesigen Felsentrümmern übersäte Schlucht, unter der ein unterirdischer Bach verläuft. Die vielen von Borkenkäfern zerstörten abgestorbenen Fichten, die teils noch kahl in den Himmel ragen, teils auf den Felsbrocken liegen, lassen das Teufelsloch noch beeindruckender erscheinen.

Tote Fichten
Tote Fichten am Teufelsloch

Weiter ging es über Felsentreppen, Wurzeln und Holzplanken.

Steinweg
Steiniger Weg

Die Holzplanken sollen das Hochmoor schützen, das eine beeindruckende Flora und Fauna aufweisen kann. Die meisten Tiere haben wir direkt verscheucht, weil wir uns keine Mühe gaben, leise zu sein, aber ein Schmetterling flatterte mir vor die Linse und ließ sich brav ablichten.

Schmetterling
Schmetterling im Hochmoor

An der nächsten Weggabelung wartete eine Überraschung auf uns: Eine Arche aus Glas, die von einer riesigen Hand gehalten wird. Ich fand das Kunstwerk sehr beeindruckend.

Glasarche

Glasarche
Glasarche

Hinter der Lichtung ging es weiter zum Gipfel. Der Anstieg war zunächst steil, aber bequem zu begehen. Wir dachten schon, dass wir den schwierigsten Teil mit dem Teufelsloch bereits hinter uns hätten, als der Gipfel und der sehr steile Weg dorthin sichtbar wurde. Schon aus der Ferne sah die Himmelsleiter sehr beeindruckend aus.

Gipfelweg
Weg zum Gipfel

In der oberen Region des Lusen steht kaum noch ein gesunder Baum. Die meisten wurden von den Borkenkäfern zerfressen und zerstört. Es sieht trostlos aus, aber auch beeindruckend. Immerhin wachsen schon viele junge Kiefern nach, in 30 Jahren sollte der Gipfel wieder von kräftigen Fichten gesäumt sein. Vorausgesetzt, es gibt keine neue Borkenkäferplage.

Tote Fichten

Tote Fichten
Tote Fichten am Gipfel

Der Aufstieg auf der Himmelsleiter ging mächtig in die Beine. Der Weg besteht aus riesigen Felsbrocken, die ich dank meiner Größe gerade so noch bewältigen konnte, ohne die Hände zur Hilfe zu nehmen.

Himmelsleiter
Himmelsleiter

Das letzte Stück zum Gipfelkreuz bestand nur noch aus riesigen Felsbrocken, ohne Wegesmarkierung oder dergleichen. Manche Steine waren etwas wackelig, aber wenn man genau schaute, konnte man recht gut sehen, welche Steine üblicherweise als Aufstieg genutzt wurden.

Steinig

Gipfelkreuz
Steingipfel

Die Steine sind von neongrünen Moosflechten überzogen, die in der Sonne richtig leuchten.

Moos
Moosflechten

Die Sicht von oben war beeindruckend, ich mochte vor allem die Sonnenstrahlen, die in der Ferne durch die Wolken brachen.

Gipfelkreuz
Ausblick

Nach einer ausgiebigen Bewunderung der Umgebung und einer Fotopause ging es wieder einige Meter abwärts, zum Lusenschutzhaus, wo wir uns das wohlverdiente Gipfelbier gönnten.

Gipfelbier
Gipfelbier

Zurück zum Parkplatz ging es über den bequemen Winterweg. Die Tour ist absolut empfehlenswert, ich würde die jederzeit wiederholen.

Berlin

Stilisierter Grenzturm Bernauer Straße Berlin
Stilisierter Grenzturm an der Bernauer Straße (Gedenkstätte Berliner Mauer)

 

Stühle am Haus der Kulturen Berlin
Stuhlsammlung am Haus der Kulturen der Welt

 

Sony Center am Potsdamer Platz
Dach-Spiegelung im Sony Center am Potsdamer Platz

 

Dach am Eingang zum Fernsehturm Berlin
Dach am Eingang zum Fernsehturm am Alexanderplatz

 

Holocaust-Mahnmal Berlin
Holocaust-Mahnmal

 

Holocaust-Mahnmal Berlin
Holocaust-Mahnmal II

 

Trabi
Auf dem richtigen Weg … (Miet-Trabi für Touristen)