Projekt Kochen, Tag 18 – 22

Die letzte Woche war ich recht unkreativ, was zum Teil aber auch daran lag, dass ich zweimal alleine gegessen habe und ich an den Tagen die etwas spannenderen Rezepte nicht verwenden wollte.

Tag 18: Orecchiette alla pugliese

Öhrchennudeln mit Brokkoli waren am Montag angesagt. Das Rezept hatte ich aus dem Buch „Die echte italienische Küche“ von Reinhardt Hess und Sabine Sälzer. Im Originalrezept steht auch, wie man die Orecchiette selbst macht, aber da die Pasta 12 Stunden trocknen muss und ich das Rezept erst am Montag herausgesucht hatte, war das leider keine Option.

Das Rezept ist ziemlich simpel, außer Nudeln und Brokkoli braucht man nur noch Knoblauch, Chili, Olivenöl, Salz und Pfeffer. Die Brokkoliröschen werden zuerst in einem großen Topf mit viel Wasser kurz blanchiert. Sobald der Brokkoli bissfest ist, wird er mit einer Schaumkelle in eine heiße Pfanne mit Olivenöl umgesiedelt und mit Knoblauch und Chili angedünstet. Derweil kommen die Öhrchennudeln ins Brokkoliwasser und werden bissfest gekocht. Wenn die Nudeln gar sind, wird alles vermischt, abgeschmeckt und gegessen.

Uns hat es recht gut geschmeckt, allerdings habe ich es für mein Empfinden zu scharf gekocht. Am Abend ging es sogar noch halbwegs, als ich mich jedoch am nächsten Tag im Büro über die Reste hermachte, hätte ich fast Feuer gespuckt. Lecker war es aber trotzdem.

Tag 19: Eiersoße mit Kartoffeln

Eiersoße gab es bei uns früher häufig. Leider erinnere ich mich nicht mehr an das genaue Rezept, ich weiß nur noch, dass meine Mutter eine Bechamelsoße kochte, diese mit Lorbeerblatt, Nelken und Zwiebeln würzte und eine Weile kochen ließ, bevor sie die gekochten und kleingeschnittenen Eier hinzufügte. Ich wollte das Gericht eigentlich genau so kochen, hatte aber das Gefühl, dass ich irgendwas vergessen hatte und habe mich dann nicht so recht getraut. Unter anderem auch deshalb, weil ich richtig Hunger hatte und nicht von vorne anfangen wollte. Deshalb habe ich auf Nelken, Zwiebel und Lorbeerblatt verzichtet und die Bechamel stattdessen mit reichlich Muskatnuss und etwas Senf gewürzt. Dazu gab es Salzkartoffeln.

Tag 20: Gemüsepfannkuchen mit scharfem Dip

Mittwoch inspizierte ich meinen Kühlschrank und fand neben einigen nicht mehr so frischen Karotten auch einen Becher Crème Fraîche, der dringend weg musste. Crème Fraîche mag ich pur nicht besonders, aber als Dip mit viel Sambal Oelek, etwas Salz und einem Spritzer Sojasoße fand ich sie doch erstaunlich gut.

Dazu gab es Pfannkuchen mit Karotten, die ich direkt in den Teig gerührt hatte. Mit etwas Backpulver wurden die Küchlein recht fluffig. Für einige Pfannkuchen rührte ich auch noch etwas Feta in den Teig, denn der Schafskäse musste ebenfalls dringend weg. Diese Variante schmeckte mir nicht mehr so gut, Schafskäse würde besser zu getrockneten Tomaten und Paprika passen.

Tag 21: Pellkartoffeln mit Brathering

Eigentlich war ja eine scharfe Linsensuppe geplant, aber ich hatte noch zu viel vom Crème-Fraîche-Dip übrig. Also gab es Pellkartoffeln mit leckerem Brathering aus dem Bioladen, dazu den restlichen Dip. Ich hätte mit dem Dip sicherlich viel mehr anfangen können, aber an diesem Tag hat mich meine Kreativität komplett im Stich gelassen.

Übrigens, geht es nur mir so, dass ich das Wort Brathering inzwischen oft englisch lese? Damn you, th! Ich glaube ja, das Wort gathering ist schuld…

Tag 22: Bratkartoffeln mit Rührei

Was ist die logische Konsequenz von Pellkartoffeln? Genau, Bratkartoffeln! Zwar hätte ich viel mehr Lust auf Feldsalat mit Kartoffeldressing (aus „Deutschland vegetarisch“) gehabt, aber ich hatte natürlich keinen Salat im Haus und wollte nicht einkaufen fahren. Die Eier waren zunächst als Spiegelei geplant, waren mir dafür dann aber nicht mehr frisch genug. Bei Eiern bin ich ein bisschen empfindlich, wenn die schon eine Woche in meinem Kühlschrank liegen will ich sie nur noch komplett durchgebraten oder gekocht verwenden.

Nächste Woche wird es wieder etwas kreativer und es gibt auch wieder Bilder. Für heute ist die Linsensuppe mit Kokosmilch, Chili und Ingwer geplant. Da ich ausnahmsweise mittags koche, sollten die Bilder sogar ganz brauchbar sein.

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