Projekt Kochen, Tag 7: Vegetarisches Bauernfrühstück

Was macht man am besten mit übrig gebliebenem Gemüse? Richtig, ein leckeres Resteessen. Da ich auch noch jede Menge Kartoffeln hatte, bot sich ein Bauernfrühstück an. Dort gehört zwar traditionell Fleisch oder Wurst rein, aber ich hatte beides nicht im Haus und auch keine Lust darauf. Also entschied ich mich für eine bunte Gemüsepfanne mit vielen Kartoffeln, Karotten, Paprika, Erbsen und natürlich Ei.

Das schöne an dem Rezept ist, dass man wirklich alles übrig gebliebene reinwerfen kann. Es gibt kaum etwas, was nicht passt. Und wer kein Ei mag, kann auch einfach darauf verzichten und das Gemüse entweder pur essen, oder sich eine schöne Bechamelsoße dazu kochen.

Die Bilder sind übrigens schon wieder nichts geworden. Wahrscheinlich poste ich erst dann wieder Bilder, wenn ich ein anständiges Stativ habe oder mittags koche. Jetzt ärgert es mich doch ein kleines bisschen, dass ich mein altes und wackeliges Stativ in Italien weggeworfen habe. Für die Wohnung hätte es wahrscheinlich noch gereicht.

Zutaten für 3-4 Portionen
ca. 1 kg Kartoffeln, festkochend
jede Menge Gemüse, z. B. Paprika, Karotten, Erbsen oder was sonst noch so im Haus ist
Butter
4 Eier
4 EL Milch
Salz
Pfeffer
Muskat

Zubereitung
Kartoffeln waschen, schälen, nochmals waschen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Kurz im Wasserbad liegen lassen, damit die Stärke entzogen wird und die Kartoffeln knuspriger werden. Restliches Gemüse waschen und in mundgerechte Stücke schneiden.

Kartoffeln sorgfältig trockentupfen oder mit der Salatschleuder portionsweise trockenschleudern. In einer großen beschichteten Pfanne reichlich Butter zerlassen und, sobald diese schäumt, die Kartoffelwürfel in die Pfanne geben. Deckel drauf und bei hoher, aber nicht höchster Hitze anbraten. Regelmäßig wenden. Der Deckel ist wichtig, damit die rohen Kartoffeln gleichmäßig gar werden. Ohne Deckel kann es passieren, dass die Kartoffeln anbrennen und gleichzeitig noch halb roh sind.

Meine Erbsen kamen aus dem Eisfach und mussten deshalb vorgekocht werden. Ich habe sie dazu einfach mit etwas kaltem Salzwasser aufgesetzt, zum Kochen gebracht und 5 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen.

Sobald die Kartoffeln von allen Seiten schön goldbraun angebraten sind, den Deckel entfernen und das restliche rohe Gemüse zugeben. Mit Salz, Pfeffer und frischer Muskatnuss würzen und offen bei mittlerer Temperatur unter regelmäßigem Wenden so lange schmurgeln lassen, bis das Gemüse weich ist. Erst jetzt die vorgekochten Erbsen zugeben.

Derweil 4 Eier mit 4 EL Milch verkleppern (für die Nordlichter unter meinen Lesern: verkleppern bedeutet mit einer Gabel gut vermischen) und über das Gemüse geben. Temperatur etwas runterschalten und warten, bis das Ei gestockt ist. Wer will, kann ab und zu durchrühren, das ist aber nicht unbedingt erforderlich.

Da ich immer eine Portion mit ins Büro nehme und nicht glaube, dass es mit Ei in der Mikrowelle gewärmt gut schmeckt, habe ich mir vor der Zugabe der Eier eine Portion Gemüse abgezweigt. Beim nächsten Mal werde ich mir für diese Extraportion auch noch eine Bechamelsoße kochen, damit sie nicht so trocken ist. Auf diese Idee bin ich leider erst im Büro gekommen, als es längst zu spät war.

2 Gedanken zu „Projekt Kochen, Tag 7: Vegetarisches Bauernfrühstück“

  1. Wär nicht Butterschmalz (oder Ghee) besser, wenn du das hoch erhitzen willst?
    (Wobei ich bei Ghee geschmacklich schon großen Unterschied erlebt hab, es gibt bei Alnatura welchen, dendiedas finde ich wirklich butterig gut, derdiedas aus dem Bioladen bei mir ums Eck schmeckt nicht)

  2. Ghee kenne ich gar nicht und Butterschmalz habe ich noch nie benutzt. Die Butter ist nicht braun oder bitter geworden, aber vielleicht sollte ich mir doch mal Butterschmalz besorgen.

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