Die Sache mit den Schuhen

Eigentlich dachte ich, dass mir mein innerer Schweinehund massive Probleme bereiten würde. Immerhin haben wir Januar, die Welt besteht überwiegend aus Grautönen und die Temperaturen laden auch nicht gerade dazu ein, in dünnen Klamotten nach draußen zu gehen. Trotzdem bin ich gerade so hoch motiviert, dass der Schweinehund keine Chance hat. Dafür pfuschen mir jetzt die Schuhe ins Handwerk. Irgendwas ist halt immer.

Mein rechter Fuß möchte sich einfach nicht an die neuen Laufschuhe gewöhnen. Ich habe oft das Gefühl, dass der Schuh falsch geschnürt ist, aber egal was ich ändere: das Ergebnis ist dasselbe. Ab ca. 2 km werden die Zehen langsam taub, erst die große, dann der Rest.

Dass die Füße während des Laufs anschwellen ist bekannt, deshalb habe ich die Schuhe gleich eine Nummer größer gekauft. Ich habe jede Menge Platz darin, auch nach 2 km kann ich noch mit den Zehen wackeln. Während des Laufs. Aber irgendwo muss es drücken, doch spüre ich abgesehen vom Taubheitsgefühl in den Zehen keinen Schmerz und weiß deshalb nicht sicher, wo die böse Stelle ist.

Da ich in letzter Zeit nur kurze Strecken von bis zu 8 km gelaufen bin und der Schmerz sofort nach dem Lauf aufhörte, habe ich das weitgehend ignoriert. Der Fuß würde sich schon irgendwann daran gewöhnen, dachte ich. Leider war das ein Trugschuss, die Belastung war wohl doch zu hoch. Jetzt sitze ich hier mit einem geschwollenen und schmerzenden Fuß und darf mich erstmal auf eine kleine Pause einstellen.

Nachdem ich mich auf Twitter ausgeheult hatte, bekam ich einige gute Tipps. Sobald der Fuß komplett ausgeheilt ist, werde ich den ersten langsamen Lauf mit meinen alten Schuhen absolvieren und dann abwechselnd mit beiden, die schnelleren und längeren Läufe mit den alten Schuhen und die kürzeren erstmal mit den neuen, bis sich mein Fuß hoffentlich daran gewöhnt hat. Ich hoffe sehr, dass er sich daran gewöhnen wird, denn die Schuhe sind längst zu schmutzig, als dass ich sie wieder zurückgeben könnte.

Immerhin glaube ich jetzt, was in all den Lehrbüchern steht: Schmerzen beim Laufen nie ignorieren, sonst darf man früher oder später die Rechnung dafür bezahlen.

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