Fast Schottland

Calanches
Les calanches de Piana

Die Urlaubspläne für dieses Jahr standen lange fest. Erst eine mehrtägige Wanderung auf dem West Highland Way von Glasgow nach Fort William, dann einige Tage Edinburgh. Die Route war festgelegt, eine lange Liste notwendiger Anschaffungen wie wasserabweisende Hosen, etwas wärmere atmungsaktive Jacken und zig Schichten Funktionskleidung lag bereit; eigentlich war alles perfekt geplant. Nur die Buchung stand noch aus, denn wir wollten die Buchungen der Unterkünfte und den Gepäcktransfer einer qualifizierten Firma überlassen. Da wir nicht damit rechneten, dass noch mehr Bekloppte Anfang Oktober durch die Highlands wandern wollen, ließen wir uns damit viel Zeit. Zu viel, um genau zu sein. Denn als wir buchen wollten, war bereits seit Wochen alles ausgebucht.

Nicht Schottland
Nicht Schottland, auch wenn es hier fast so aussieht.

Pietra
Kastanienbier. Der Regen kann mir gar nichts.

Zum Glück hatten wir zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts gebucht und konnten uns schnell umorientieren. Denn von dem Vorhaben, alles auf eigene Faust zu regeln, kamen wir angesichts der Preise für die Unterkünfte schnell wieder ab. Wahnsinn, wie teuer so ein Bed & Breakfast mitten in der Pampa sein kann. Und faszinierend, dass der auch nicht ganz billige Anbieter der Wandertouren im Endeffekt deutlich günstiger ist.

Schwein auf der Bergstraße bei Evisa
Schwein auf der Bergstraße bei Évisa

Nur in den Städten wollten wir uns nicht aufhalten und viel Autofahren reizt uns bei Linksverkehr überhaupt nicht, also war umplanen angesagt. Da das Wetter zu diesem Zeitpunkt bei uns richtig ekelhaft war, surften wir mit Google Maps das Mittelmeer ab und landeten schnell auf Korsika. Berge von alpinen Ausmaßen, Meer und wunderbar warme Temperaturen – gebucht.

Meeresblick beim Capu d'Ortu
Meeresblick beim Capu d’Ortu

Blick vom Capu d'Ortu
Blick vom Capu d’Ortu

Statt durch die Highlands wanderten wir also durch die Macchia, statt dicker wasserabweisender Kleidung waren Shorts, T-Shirts und Bikini angesagt, kein schlechter Kompromiss. Natürlich habe ich wieder viele Bilder mitgebracht, dazu tausende von Eindrücke, die nicht fotografierbar waren. Ein guter Grund, diesem Blog wieder etwas mehr Leben einzuhauchen und das Urlaubsgefühl noch aufrecht zu erhalten, auch wenn ich längst wieder im deutlich kälteren Deutschland bin. Jetzt muss ich aber erst meine Festplatte ausmisten, damit ich die vielen Bilder sichten, sortieren und bearbeiten kann.  Bis dahin gibt es hier und bei Instagram einige Smartphone-Bilder.

L'Auberge Corse in Bonifacio
L’Auberge Corse in Bonifacio

Bonifacio
Bonifacio und die Treppe des Königs von Aragon

Übrigens: Schottland ist natürlich nicht abgeschrieben, sondern nur auf den Frühling 2016 verschoben. Diesmal mit rechtzeitiger Buchung. Ich freue mich schon total.

Sonnenuntergang im Hafen von Porto
Sonnenuntergang im Hafen von Porto