Archiv der Kategorie: Filme

Das ewige Untertitel-Thema

Als schwerhöriger oder gehörloser Mensch ist man meistens auf Untertitel angewiesen, wenn man einen Film genießen möchte. Deshalb kaufe ich auch relativ viele DVDs – auf DVDs sind Untertitel, die bei mir immer mitlaufen. Nur musste ich leider in letzter Zeit feststellen, dass immer mehr Neuerscheinungen ohne englischsprachige Untertitel in den Handel kommen. Eigentlich ist das aus der Sicht eines Schwerhörigen ein Luxusproblem, weil diese DVDs durchaus deutsche Untertitel haben, aber ich schaue englischsprachige Filme am liebsten im Original und da verwirren deutsche Untertitel oft mehr, als sie helfen. Vor allem, wenn ich den Satz tatsächlich verstehe und feststellen muss, dass die Übersetzung falsch oder schlecht ist. Außerdem habe ich bei englischen Untertiteln die erfreuliche Erfahrung gemacht habe, dass sie zu 99 Prozent 1:1 mit den Dialogen übereinstimmen. Deutsche Untertitel weichen häufig sogar von der deutschen Tonspur ab, was vermutlich damit zusammenhängt, dass die Untertitel und die Dialoge gesondert übersetzt werden.

Liebe DVD-Industrie: Ich bin wirklich dankbar, dass ihr bei synchronisierten Filmen nicht auch auf deutsche Untertitel verzichtet, aber bitte, führt die englischsprachigen wieder ein. Die 4-6 MB für die Untertitelspur machen den Braten auch nicht fett. Auf die deutsche Tonspur umschalten ist für mich keine Option, weil mich die falschen Lippenbewegungen dermaßen verwirren, dass ich erst recht nicht mehr folgen kann. Natürlich kann ich die DVDs in England bestellen, was ich auch fleißig tue, aber das kann doch nicht Sinn der Sache sein? Spontankäufe beim Bummel sind leider immer seltener möglich.

Und, wenn ich schon dabei bin: Bitte mehr deutsche Filme mit Untertiteln! Es kommt wirklich sehr selten vor, dass ein deutschsprachiger Film Untertitel mitliefert. Am meisten habe ich mich über Das Leben der Anderen geärgert – als die DVD auf den Markt kam, war eine Hörfassung für Blinde inklusive (was ich sehr gut finde), aber keine Untertitel für Schwerhörige/Gehörlose. Inzwischen wurde der Film im Fernsehen mit Untertiteln ausgestrahlt und meines Wissens sind diese jetzt auch auf der DVD, aber damals fand ich dieses Konzept sehr enttäuschend. Oder auch Herr Lehmann – den Film habe ich kurz nach Erscheinen der DVD zu schauen versucht, allerdings gab es keine deutschen Untertitel, nur englische. Versucht mal, einen deutschsprachigen Film mit englischen Untertiteln zu schauen, das geht noch weniger als umgekehrt. Zum Glück hatte ich die DVD nur ausgeliehen, nach 15 Minuten musste ich nämlich frustriert aufgeben. In Deutschland gibt es in der Hinsicht wirklich sehr viel Nachholbedarf, nicht nur auf DVD, sondern auch im Fernsehen.

Übrigens wäre es schön, wenn bei der Untertitelung deutscher Filme mehr Wert auf Genauigkeit gelegt würde. Bei deutschen Filmen weichen die Untertitel sehr oft von den Dialogen ab, was meiner Meinung nach kein Platzproblem ist, sondern eine Frage der Technik. Zum Beispiel beim Tatort: Die Dialoge werden in den Untertiteln oft stark gekürzt oder teilweise ganz verschluckt. Wenn man es aber schafft, die rasanten und wortreichen Dialoge bei den Gilmore Girls oder The Big Bang Theroy 1:1 als Untertitel darzustellen, dann schafft man es auch beim Tatort.

Von der Vielfältigkeit der Sprache

Zu den Tücken der Schwerhörigkeit gehört auch, dass man Dialekte und Akzente nicht besonders gut unterscheiden kann. Also ich zumindest. Ich fand es immer bewundernswert, wenn mir jemand nach einigen Worten des Gesprächspartners sagen konnte, woher dieser so ungefähr kommt. Wenn der Dialekt oder Akzent keine extremen Merkmale hatte, wie z.B. stark rollende Rs, klang für mich alles gleich.

Mit dem Englischen ging es mir immer genauso. Ich konnte nie sagen, ob der Sprecher Amerikaner oder Engländer ist, für mich war einfach alles Englisch. Mit der Zeit merkte ich es anhand der Wortwahl, aber die Unterschiede in der Aussprache blieben mir verborgen.

Kürzlich schaute ich mir den Film Snatch an, in dem sowohl Amerikaner als auch Engländer mitspielen. Und plötzlich hörte ich ganz genau raus, wer aus welchem Land kam. Die Unterschiede waren da, ganz deutlich. Dass es so einfach ist, die Akzente zu unterscheiden, hätte ich nie gedacht. Und ich kann es endlich auch. Solche Dinge machen so glücklich!

Da ich jetzt auch mitreden kann, kann ich endlich sagen, welchen Akzent ich schöner finde: Die Briten gewinnen ganz klar. Amerikanisches Englisch finde ich zwar einfacher, aber von der Aussprache her hat England die Nase vorn.

Ich freue mich jetzt schon darauf, LOST wieder von vorne zu gucken. So viele verschiedene Nationalitäten, so viele Akzente und Dialekte, die es zu entdecken gilt … :-)

Hug me!

JD trägt in der vierten Scrubs-Staffel ein absolut großartiges T-Shirt mit der Aufschrift „HUG ME!“ Wenn ich schon nicht dieser Aufforderung nachkommen kann: Ich muss das T-Shirt haben! Zu schade, dass man es nirgendwo bestellen kann, zumindest finde ich keinen Online-Shop, der es im Angebot hat.

Fernsehfieber

Der ideale Fragebogen für mich, gefunden bei Anke Gröner. Da musste ich doch gleich zuschlagen.

1. Von welcher Fernsehserie hast du alle Folgen gesehen?
Friends, The Office, Pride and Prejudice (BBC), My So-Called Life, vermutlich auch Gegen den Wind. Außerdem Luzie, der Schrecken der Straße, Dr. Snuggles, Unsere kleine Farm, Anna, Laura und Luis und sicher noch mehr Weihnachts- oder Kinderserien.

Jede bis jetzt erhältliche Folge habe ich bei folgenden Serien gesehen:
LOST, Gilmore Girls, House M.D.
Es wird Zeit, dass es bei diesen Serien Nachschub gibt. Wobei mir bei Gilmore Girls nur noch eine Staffel fehlt, die Serie wurde überraschend mit Ende der siebten Staffel eingestellt.

2.Welche Serie hast du mehrmals gesehen?
Friends, Pride and Prejudice, Gilmore Girls, Scrubs und LOST. Also alle Serien, die ich ganz oder teilweise auf DVD besitze.

3. Bei welcher Serie bist du irgendwann ausgestiegen?
Lindenstraße, Diese Drombuschs, Die Simpsons.

4. Bei welcher Serie bist du erst mittendrin eingestiegen?
Lindenstraße, Jede Menge Leben, Diese Drombuschs, und quasi auch Friends, denn die Serie habe ich erst entdeckt, als gerade die zehnte Staffel lief. Angefangen habe ich aber trotzdem mit der ersten Staffel, DVDs sind schon eine tolle Erfindung.

5. Dein liebster Serienschauspieler?
Matthew Perry, Hugh Laurie, Colin Firth (the one and only Mr. Darcy), Dominic Monaghan und Josh Holloway. Gnah! Ich lese gerade auf imdb.com, dass Dominic Monaghan sich eigentlich für die Rolle des Sawyer beworben hatte. Das geht ja gar nicht. Zum Glück haben das auch die Castingsleute erkannt.

6. Deine liebste Serienschauspielerin?
Lisa Kudrow (aber nur in Friends, in allen anderen Serien oder Filmen erinnert sie mich zu sehr an Phoebe), Lauren Graham.

7. Wenn vorhanden, deine liebste Serienzeichentrickfigur?
Willie, die doofe Drohne.

7a. Dein liebster Seriencharakter?
Chandler, der beste Friend überhaupt. Charlie, der häufig so herrlich unbeholfen und menschlich ist.

8. Wer sollte nie wieder in einer Serie mitspielen und lieber Heizdecken verkaufen?
Michelle „ich bin ja so unglaublich böse“ Rodriguez. Diese Frau geht mir einfach nur auf die Nerven.

9. Zitierst du aus Serien? Wenn ja, aus welchen?
Friends, Friends und nochmals Friends. Could I *be* wearing any more clothes?

10. Guckst du lieber deutsche oder ausländische Serien? Wieso, weshalb, warum?
Amerikanische oder britische. Die sind einfach lustiger. Außerdem gibt es in Deutschland schon seit langem keine Serie mehr, die mich wirklich interessiert. Nur dämliche Seifenopern und Telenovelas.

11. Die beste Sitcom?
Friends.

12. Die beste dramatische Serie?
My So-Called Life, ansonsten habe ich noch keine dramatische Serie gesehen. Glaube ich.

13. Hab ich ein Genre vergessen?
Das Genre, in das Pride and Prejudice fällt. Welches ist das überhaupt? Und House. Und LOST.

14. Welche von deinen Millionen Serien, die du auf DVD hast, würdest du bei einem Hausbrand als erstes retten? (Dein Laptop ist schon in Sicherheit, keine Bange. Ja, deine Katze auch. Frage beantworten jetzt!)
Friends. Weil die Serie immer hilft, wenn sonst gar nichts mehr geht. (Wo um alles in der Welt kommt diese Katze her?)

15. DVD oder Tauschbörse?
DVD, Tauschbörse ist doof. Da kommen die DVDs ja nie in der richtigen Reihenfolge.

16. Die schönste Titelmelodie einer Serie? (YouTube-Link total erwünscht.)
Dr. Snuggles.

17. Sitcoms mit Bandgelächter oder ohne?
Ohne, ich weiß schon selbst, wann ich lachen will. Vor Friends habe ich auch keine Sitcom geschaut, weil mich das Gelächter so genervt hat.

18. Wieso gibt’s eigentlich kein Heulen vom Band bei dramatischen Serien? (Beantwortung optional)
Weil es die Situation dann eher wieder lächerlich machen würde.

19. Welchen Filmschauspieler/welche Filmschauspielerin würdest du gerne mal in einer Serie sehen?
Da fällt mir jetzt beim besten Willen keiner ein.

20. Erste Fernsehserie, an die du dich erinnern kannst?
Biene Maja.

21. Wenn du diese Serie heute nochmal guckst, wie fühlt sich das an?
Lustig. Vor allem, wenn Willie und Flip mit von der Partie sind.

22. Welche Serie finden alle toll, du aber total bescheuert?
Da fällt mir keine ein. Ich finde generell jedes Serie bescheuert, wenn ich die synchronisierte Fassung sehe. Sobald ich aber die Gelegenheit habe, die Serie im Original zu sehen, ändert sich diese Meinung meistens. Vorausgesetzt natürlich, das Original ist englisch.

23. Welche Serie finden alle total bescheuert, du aber toll?
Öhm …

24. Welche Serie musst du unbedingt noch gucken?
Blackadder, Fawlty Towers, alle BBC-Austen-Verfilmungen, Extras und so ziemlich alles andere, in dem Ricky Gervais eine Rolle spielt. Vielleicht auch Stromberg, da bin ich immer noch am überlegen.

25. Möchtest du noch irgendwas sagen?
Anke hat recht. Synchronisierte Sitcoms sind doof.

Es weihnachtet

Jedesmal, wenn ich mich im Admin-Bereich von WordPress anmelde, springt mir ein Satz ins Auge: „Erinnere dich an mich“. Und jedesmal läuft in diesem Moment derselbe Film vor meinem inneren Auge ab: Ein kleiner Junge mit blonder Prinz-Eisenherz-Frisur guckt rührselig in die Kamera und deklamiert: „Erinnerst du dich, erblickst du mich! Für Mr. Hobbs von seinem engsten Freund, Lord Fauntleroy.“ Hachja.

Wie oft ich diesen Film schon gesehen habe? Ich weiß es nicht. Viel zu oft, vermute ich, aber trotzdem kann ich nicht davon lassen. Wenn es für mich sowas wie eine Weihnachtstradition gibt, dann das: ARD einschalten und „Der kleine Lord“ gucken. Natürlich nur das „Original“ mit Rick Schroder und Sir Alec Guiness. Die einzig wahre Verfilmung, obwohl sie sich noch nicht mal treu an das Buch gehalten hat und aus Ceddies Geburtstag kurzerhand ein Weihnachtsfest zauberte. Und als „Original“ dürfte ich diese Verfilmung eigentlich auch nicht bezeichnen, denn „Little Lord Fauntleroy“ wurde schon 1914 verfilmt. Doch das ist alles nicht wichtig. Wichtig ist, dass mich Rick Schroder jedesmal aufs Neue fesselt. Dass ich jedesmal mit Sir Alec Guiness mitleide, wenn er mit der Faust auf das Kaminsims haut, frustriert über die Meldung, dass Ceddie doch nicht sein Nachfolger sein wird. Dass ich mich wunderbar mit Mr. Hobbs über Ceddies Unterschrift aufregen kann: „Euer Ceddie, der jetzt kein Lord Faunt-le-roy mehr ist!“ Und, natürlich, dass mir am Ende jedesmal fast wieder die Tränen kommen, wenn Mrs. Errol hinter dem Weihnachtsbaum hervortritt. Seufz.

Am 22. Dezember ist es übrigens wieder soweit. 20:15 Uhr, ARD. Taschentücher bereithalten!

Stöckchenjagd

Heute bin ich zufällig über ein Stöckchen gestolpert, das mir sehr zusagt. Deshalb geht es gleich damit los:

Welcher Film hat Dich in Deiner Kindheit oder Jugend eingehend beeinflusst? Inwiefern und warum?
Die Farm der Tiere. Diesen Film habe ich viel zu früh gesehen und als Kind natürlich auch nicht die Hintergründe kapiert. Ich fand es immer so schrecklich, wenn Boxer und Benjamin Überstunden schoben. Und als der Schlachter kam, um Boxer abzuholen, habe ich jedesmal Rotz und Wasser geheult. Mein Vater hatte den Film auf Video und weil es ein Zeichentrickfilm war, hielt ich ihn automatisch für einen Kinderfilm. Nach dem Schauen lag ich jedesmal noch stundenlang wach und habe darüber nachgedacht, ohne mir wirklich erkären zu können, weshalb die Schweine auf einmal so böse waren.

Oh, ich sehe gerade, den alten Zeichentrickfilm gibts als UK-Import bei Amazon. Allerdings ist er mir noch viel zu teuer. Irgendwann mal. Bis dahin habe ich ja immerhin das Buch.

Welcher Film ist für Dich der Beste im Genre Drama?
When a man loves a woman. Vielleicht auch Philadelphia. Magnolia gehört auch dazu.

Welchen Thriller kannst Du empfehlen?
Das ist eher nicht mein Genre. Einige haben sich aber trotzdem in mein DVD-Regal verirrt und der Beste davon ist ohne Zweifel Idenity. Vor allem John Cusack ist mal wieder genial.

Um welchen Horrorfilm kommt man nicht herum?
Scream, alle drei. Ich finde diese Filme richtig lustig. Ansonsten bin ich aber ein ziemliches Weichei und lande selbst bei Filmen wie Ring, die andere als Langweilig abgetan haben, zitternd unter der Decke …

Welcher Liebesfilm hat sogar Dich beeindruckt?
Diese Fragestellung passt nicht. Ich bin bekennende Schnulzenliebhaberin. Am meisten beeindruckt hat mich der Klassiker When Harry met Sally. Ich liebe diesen Film und könnte ständig mit Zitaten um mich werfen.

Welche Komödie ist Deines Erachtens wirklich lustig?
Shrek. Das Leben des Brian, wenn man den Film überhaupt als Komödie bezeichnen kann. Unter Komödie versteht man in Hollywood doch normalerweise diese bonbonrosa Geschichten mit den vorhersehbaren Gags, oder?

Welchen Film hast Du Dir zuletzt im Kino angesehen? Und wie war er?
Pirates of the Caribbean 2. Lustig war er, allerdings wird die DVD noch lustiger sein, da englisch. Überhaupt bin ich nicht so der Kinogänger, Filme gucke ich lieber zuhause auf der gemütlichen Couch.

Welchen Film MUSS man im Kino gesehen haben?
Keinen, die wirken alle auch auf DVD. Selbst bei meinem winzigen TV.

Welchen Film hast Du Dir zuletzt auf DVD angesehen? Und wie war der?
Ich hätte nie geglaubt, dass mir das mal passieren könnte, aber: Ich erinnere mich nicht. Ich habe schon 3 (DREI!) Wochen keine DVD mehr geschaut. Kommt bei mir sehr selten vor, aber mein DVD-Player hat den Geist aufgegeben und mir somit keine andere Wahl gelassen. Blödes Ding!

Welcher Film war es, den Du Dir zuerst gekauft hast?
Ich bin mir nicht sicher. Könnte E-Mail für dich gewesen sein …

Der schlechteste Film aller Zeiten?
Keine Ahnung, ich habe noch nicht genügend Filme gesehen. Stadt der Engel ist aber ein guter Kandidat (die Version mit Meg Ryan und Nicolas Cage).

Dein Lieblings-Regisseur (mit einer Auswahl von 3 Filme oder/und Begründung)?
Ui, schwierig. Tim Burton ist auf jeden Fall ein Kandidat. Seine Filme lassen sich am besten mit einem Zitat aus Notting Hill beschreibern: „Surreal, aber schön“. Am liebsten mag ich bisher Sleepy Hollow, Ed Wood und Edward Scissorhands (ja, ich mag auch Johnny Depp). Nightmare before Christmas möchte ich mir unbedingt mal anschauen, vielleicht schaffe ich es sogar passenderweise in der Weihnachtszeit. Ist ja mal wieder so weit. Huch, ich sehe gerade, bei Nightmare before Christmas ist Tim Burton ja gar nicht der Regisseur, „nur“ der Produzent.

Ansonsten: Ang Lee (Brokeback Mountain, Sense and Sensibility) mag ich auch ganz gerne. Von ihm möchte ich mir auch unbedingt noch Eat Drink Man Woman anschauen. Und Sofia Coppola hat es mir angetan, obwohl ich von ihr bisher nur Lost in Translation kenne. Marie Antoinette steht aber auch auf meiner „Muss ich unbedingt sehen“-Liste, sobald die DVD auf dem Markt ist, werde ich mich darauf stürzen.

Der schönste Film aller Zeiten (subjektiv nur für Dich)?
Der kleine Lord mit Sir Alec Guiness und Rick Schroder. Ich liebe ihn! Zum Glück ist bald wieder Weihnachten … Zwar könnte ich den Film auch ohne TV auswendig herbeten, aber geguckt wird er trotzdem. Jedes Jahr.

Der bedrückendste Film aller Zeiten (subjektiv nur für Dich)?
Die Farm der Tiere. Weil ich den Film viel zu früh geschaut habe.

Der traurigste Film aller Zeiten (subjektiv nur für Dich)?
Hm… schwierig. Brokeback Mountain vielleicht. Obwohl ich ihn bisher erst einmal gesehen habe und ich mich normalerweise hüte, Filme schon so früh zum „… aller Zeiten“ zu ernennen. Aber furchtbar traurig ist er. Und bisher der einzige Film, bei dem ich es tatsächlich geschafft habe, im Kino zu heulen.

Welcher Film ist für Dich ein Must-Watch, auch wenn er die o.g. Kriterien nicht erfüllt?
Ui! Da sind mit Sicherheit mehr Filme als nur einer, die Liste könnte sehr lang werden. Aber ich picke trotzdem mal nur einen raus: Pappa ante Portas von Loriot.

Lieblings-Schauspieler? (Mehrfachnennungen möglich)
Jake Gyllenhaal (der Schnuckel), Johnny Depp (das Multi-Talent), John Cusack (seufz), Sir Alec Guiness (mein ewiger Lieblings-Filmopa), Jürgen Vogel (der Quoten-Deutsche), Zach Braff (zu dem mir keine Klammerbemerkung einfällt), Matthew Perry (Eye Candy), Alan Rickman (the Voice), Colin Firth (der ewige Mr. Darcy), Martin Freeman (keiner guckt englischer aus der Wäsche als er), Philip Seymour Hoffman (auch wenn ich seinen Namen nicht auswendig schreiben kann)

Lieblings-Schauspielerin? (Mehrfachnennungen möglich)
Bei Schauspielerinnen tue ich mir wesentlich schwerer. Einge fallen mir aber trotzdem ein: Shirley McLaine, Audrey Tatou, Audrey Hepburn

Lieblings-Soundtrack?
Schwer zu sagen, das hängt meistens von der Stimmung ab. Dazu gehören aber auf jeden Fall: Donnie Darko, Notting Hill und Pride and Prejudice (BBC-Version).

Was möchtest Du sonst noch an Filmen erwähnen?
Viel zu viel. Die meisten davon werde ich irgendwann mal gesondert in diesem Blog erwähnen. Es würde auf jeden Fall den Rahmen dieses Fragebogens sprengen, wenn ich hier damit loslegen würde. Nur soviel: Serien sind auch toll! The Office, Friends, Gilmore Girls, Scrubs, Lost, Pride and Prejudice … JA, ich bin süchtig!

(Gefunden beim Abspannsitzenbleiber.)

Shaun of the Dead

„Der unterhaltsamste Film des Jahres“, wie ein Zitat auf dem Cover behauptet, ist der Film nicht unbedingt. Aber lustig ist er. Shaun (Simon Pegg) hängt täglich mit seinem Kumpel Ed (Nick Frost) in seiner Stammkneipe „Winchester“ rum. Shauns Freundin Liz (Kate Ashfield) möchte jedoch nicht ihr ganzes Leben im Pub verbringen und gibt Shaun den Laufpass. Shaun möchte sich nicht damit abfinden und Liz zurück gewinnen. Nur ist das gar nicht so einfach, denn draußen lauern jede Menge Zombies, die sich von den Lebenden ernähren. Shaun packt Kumpel Ed, seine Mutter Barbara (Penelope Wilton), deren Mann Philip (Bill Nighy) und Liz‘ Freunde ins Auto und bringt sie zum einzigen sicheren Ort, der ihm einfällt: das Winchester.

Ein kurzweiliger Film mit teilweise richtig guten Dialogen. Schade nur, dass nie erklärt wird, wo die Zombies auf einmal herkommen – oder ich habe diesen wichtigen Teil verpasst. Aber wirklich wichtig ist das letztendlich nicht, hauptsache gute Unterhaltung!

Something's gotta give

Jack Nicholson und Diane Keaton in Höchstform! Jack Nicholson spielt den alternden Playboy Harry, der in seinem Leben noch nie eine richtige Beziehung geführt hat und sich immer mit hübschen Frauen unter 30 umgibt. Eine dieser Frauen ist Marin (Amanda Peet), Ericas (Diane Keaton) Tochter. Marin hat Harry eingeladen, das Wochenende im Haus ihrer abwesenden Mutter zu verbringen. Erica taucht jedoch überraschenderweise auf – ausgerechnet in dem Moment, in dem Harry halbnackt vor dem Kühlschrank steht.

Erica und Harry können sich auf den esten Blick nicht leiden und feinden sich mit herrlichen Dialogen an. Es ist genau dieser Humor, der den Film so sehenswert macht. Klar ahnt man in diesem Moment schon, wie es enden wird, aber das ist egal. Der Wortwitz und die grandiose Schauspielkunst machen das wieder wett. Da ist zum Beispiel Harry, der nach seinem Herzinfarkt nur mit einem Krankenkittel bekleidet durch das Krankenhaus irrt und dabei den Blick auf seine nackte Kehrseite freigibt. Oder Erica, die vom Liebeskummer überwältigt wird und immer wieder herzzereißend losheult. Das tut sie mit einer solchen Hingabe, dass es an keiner Stelle dramatisch, sondern eher witzig wirkt. Selbst, wenn man nur zu gut nachvollziehen kann, wie sie sich gerade fühlen muss. Es ist die herrliche Ironie, die diesen Film so sehenswert macht. Dass frau ab und zu einen Blick auf den äußerst leckeren Keanu Reeves werfen darf, macht den Film natürlich noch etwas angenehmer.

Fazit: Unbedingt angucken, nach Möglichkeit im Original. Jack Nicholsons Stimme muss man einfach gehört haben. Der Humor ist sowieso nicht übersetzbar.

Infos zum Film gibt es bei IMDb und auf bei Sony Pictures.