Archiv der Kategorie: Kochen

Projekt Kochen, Tag 4: Rote-Bete-Suppe

Gestern bekam ich den ganzen Tag die Tomatensuppe nicht aus dem Kopf, die ich seit dem Sommer nahezu alle 14 Tage koche. Fast hätte ich nachgegeben und genau diese Suppe gekocht, doch dann stolperte ich bei Facebook über ein sehr vielversprechendes Rezept: Pureed Beet Soup. Gepostet hatte es eine Bekannte, die anmerkte, dass die Suppe mit Ingwer und Knoblauch noch viel besser schmecken würde. Ich konnte mir so gar nichts darunter vorstellen, aber ich möchte ja experimentieren und kochte das Rezept mit einigen Variationen nach.

Zwar bin ich keine Vegetarierin, aber es widerstrebt mir, für eine reine Gemüsesuppe Hühner- oder Fleischbrühe zu verwenden. Deshalb entschied ich mich anstelle des Hühnchenfonds für Suppengrün.

Rote-Bete-Suppe

Nach dem Pürieren der Suppe hatte ich beim Abschmecken das Gefühl, dass etwas ganz entscheidendes fehlt. Laut Originalrezept gehörte noch etwas Zitronensaft rein, aber meiner Meinung nach fehlte etwas anderes. Der Geschmack der Suppe erinnerte mich entfernt an Kürbis, wobei Geschmack nicht das richtige Wort ist. Es ist wohl eher die leichte Süße, die an Kürbis denken lässt. In Kürbissuppe verwende ich sehr gerne Kokosmilch und dachte, dass es ein Experiment wert wäre. Und siehe da – mit Kokosmilch schmeckte die Suppe gleich um Klassen besser! Ich war froh, dass ich gleich für 4 Personen gekocht hatte, obwohl ich gestern alleine zuhause war. Jetzt habe ich noch jede Menge Suppe im Gefrierfach und kann den Geschmack noch einige Male genießen.

Zutaten
Olivenöl
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Bund Suppengrün (Petersilie weglassen)
1 Stück Ingwer, ca. walnussgroß
1 kg rote Bete
400 ml Kokosmilch
Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Zubereitung
Zwiebel und Knoblauch in kleine Würfel schneiden. Restliches Gemüse waschen, schälen und grob würfeln. Die Zwiebeln in etwas Olivenöl in einem großen Topf glasig dünsten. Restliches Gemüse inklusive Knoblauch in den Topf geben und kurz mitdünsten. Mit Wasser auffüllen, bis das ganze Gemüse bedeckt ist – bei mir waren es etwas weniger als 2 Liter.

Rote-Bete-Suppe

Suppe zum Kochen bringen und so lange kleiner Stufe ohne Deckel köcheln lassen, bis die rote Bete weich ist. Das hat bei mir ca. 30 Minuten gedauert.

Den Topf vom Herd nehmen und das Gemüse mit einem Zauberstab pürieren. Wer mag, kann die Suppe danach auch noch durch ein Sieb streichen, ich habe darauf verzichtet.

Topf wieder auf den Herd stellen, mit Kokosmilch auffüllen und aufkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig.

Rote-Bete-Suppe

Das Fotografieren von Lebensmitteln bei schlechten Lichtbedingungen muss ich allerdings noch üben. Das Foto bringt die herrliche Farbe der Suppe nicht richtig rüber und schrecklich verrauscht ist es auch noch. Wahrscheinlich sollte ich mich doch mal mit Blitzfotografie auseinandersetzen.

Projekt Kochen, Tag 2 und 3: Auswärtsspiel

Kaum hatte ich mit dem Projekt Kochen gestartet, schon genehmigte ich mir eine Pause. Am Samstag war ich bei lieben Freunden zu Besuch und bekam eine leckere Rindsroulade mit Semmelknödeln und Rotkohl serviert. Am Sonntag stand Sushi auf dem Speiseplan, zum ersten Mal seit ca. 2 Jahren.

Sushi

Immerhin sorgte ich für Süßes aus der eigenen Küche: Meinen Gastgebern brachte ich einen leckeren Nusszopf mit, und am Sonntag buk ich einige Muffins, die jedoch mangels Butter leider nicht ganz dem entsprachen, was ich mir während der langen Bahnfahrt ausgemalt hatte. Das selbstkreierte Rezept werde ich deshalb erst dann posten, wenn ich wieder Butter im Haus habe und die Ursprungsvariante testen kann. Und natürlich nur dann, wenn es mir auch wirklich schmeckt.

Projekt Kochen, Tag 1: Kürbispüree mit Gemüsebratlingen

Der erste Kochabend startete gleich mit einer halben Katastrophe – nein, es ist nichts angebrannt und alles schmeckte so, wie es schmecken musste, aber ich musste feststellen, dass ich in meiner Wohnung keine Lampe hatte, die stark genug war, um das Essen halbwegs appetitlich auszuleuchten. Alle Fotos wurden dem Gericht nicht mal ansatzweise gerecht. Deshalb gibt es auch nur ein Foto von den Resten, die ich am Montag mit ins Büro nehmen werde.

Kürbispüree mit Gemüsebratlinge

Das Kürbispüree stammt aus dem Buch Deutschland vegetarisch von Stevan Paul. Ich hatte vorher schon öfter Kürbispüree zubreitet, wäre aber nie auf die Idee gekommen, das Püree mit Sternanis aufzukochen. Für diesen Tipp bin ich Stevan Paul überaus dankbar, denn das Püree schmeckt mit Sternanis um Welten besser. Gekrönt wurde es mit Apfel-Lauch-Gemüse, auf die im Rezept angegebenen gerösteten Haselnüsse habe ich allerdings verzichtet. (Das komplette Rezepte poste ich erst, wenn ich mir sicher bin, dass ich das überhaupt darf.)

Dazu gab es Gemüsebratlinge mit Hirse, die sehr einfach zuzubereiten sind. Als Gemüse habe ich tiefgekühlte Erbsen und frische Karotten gewählt. Die Bratlinge habe ich nach diesem Rezept bei Chefkoch.de zubereitet, allerdings musste die von mir gewählte Goldhirse bei mir deutlich länger kochen als im Rezept angegeben, weshalb ich Hirse und Gemüse getrennt gekocht habe. Außerdem habe ich nur 2 Eier (Größe M) verwendet, benötigte aber deutlich mehr Semmelbrösel als im Rezept angegeben.

Alles in allem war es ein guter Projektstart, so dass ich mir direkt eine kleine Pause gönnen kann. Heute und morgen werde ich auswärts essen, am Montag geht es in meiner Küche weiter.

 

Projekt Kochen

Schon länger liebäugele ich mit dem Gedanken, ein Kochprojekt zu starten. Ich koche unheimlich gerne und viel, aber ich wähle oft nur aus wenigen Rezepten und meine Gerichte wiederholen sich häufig. Das möchte ich gerne ändern, gibt es doch so viele Gerichte auf dieser Welt, die noch entdeckt werden möchten. Deshalb starte ich ab heute ein Kochprojekt: Ich werde in den nächsten 3 Monaten kein Gericht zweimal kochen. Damit es funktioniert, habe ich mir klare Regeln gesetzt:

  1. Das Hauptgericht muss immer neu zusammengestellt sein und frisch gekocht werden. Beilagen wie Salzkartoffeln dürfen sich wiederholen. Allerdings ist Kreativität erwünscht, schließlich kann man aus Kartoffeln viel mehr machen. Und einfach nur zweimal in der Woche Tomatensoße zu kochen, einmal mit und einmal ohne Oliven, gilt auch nicht.
  2. Auswärts essen ist  erlaubt, aber auch da möchte ich so viele neue Gerichte testen wie möglich.
  3. Reste dürfen unverändert aufgewärmt werden. Das ist bei mir sogar fast täglich der Fall, denn das, was ich Abends koche, nehme ich in der Regel am nächsten Tag mit ins Büro und wärme es in der Mikrowelle.
  4. Backwerk wie Kuchen darf sich wiederholen, süße Hauptgerichte aber nicht. Was bedeutet, dass es in den nächsten 3 Monaten nur einmal meine heißgeliebten Dampfnudeln mit Weinsoße geben wird. Snief.
  5. Die Regel gelten nicht, wenn ich zuhause bekocht werde.
  6. Die Regeln gelten für jedes frisch gekochte Gericht, Snacks sind aber ausgenommen.
  7. Tagebuchbloggen ist ein Muss, auch wenn der Blogeintrag nicht am selben Tag veröffentlicht werden muss. Aber mindestens ein Bild des Gerichtes muss sein, selbst wenn es nur ein popeliges Smartphonefoto ist. Das dient zum einen der Motivation – wenn ein Publikum existiert, muss ich durchhalten – und zum anderen der Gedächtnisstütze.

Ursprünglich wollte ich als Projektzeitraum ein ganzes Jahr festlegen, aber ich weiß jetzt schon, dass ich das nicht schaffen würde. Auch 3 Monate ist schon ein langer Zeitraum, schließlich habe ich wie jeder andere Mensch auch meine Lieblingsgerichte, die zugleich auch mein Comfort Food sind und die ich an bestimmten Tagen einfach brauche.  Dennoch rechne ich damit, dass ich die 3 Monate problemlos durchziehen kann. Und wer weiß, vielleicht verlängere ich den Zeitraum danach sogar.